Rezension: Heather Graham – Der Herr der Wölfe

Ein typischer Heather Graham Roman.

Der Inhalt

 Conar ist einer der Söhne des Königs von Dublain. Er ist Ire und halb Wikinger und sein Drang nach Abenteuer folgend strandet er in Frankreich. Dort wird Melisandes Vater von Dänen in einem Hinterhalt ermordet. Gerade richtig kann Conar einschreiten und verhindern, dass Melisande entführt wird. Melisande ist erst 13 Jahre alt (dafür aber schon sehr weit entwickelt). Conar, der hier eine Chance sieht an Land und Macht zu kommen entschließt sich Melisande zu heiraten. Gleich darauf bringt er sie zu seiner Familie und lebt weiter sein Leben. Doch all die Jahre schafft es seine junge Ehefrau ihn wahnsinnig zu machen. Sie zeigt sich bei seiner Familie zwar von ihrer besten Seite doch in bringt sie um den Verstand – so sehr lehnt sie sich gegen Conar auf. Doch die Zeiten sind rau und Conar weiß, dass er die Ehe nicht mehr auf die leichte Schulter nehmen kann. Doch die Irrungen und Wirrungen der damaligen Zeit machen es den beiden nicht sehr einfach.

Meine Meinung

Leider fehlt es dem Buch ein bisschen an Originalität – leider! Immer wieder stelle ich fest, dass es bei Heather Graham immer ein sehr typisches Charakterbild der Protas gibt. Die Frau ist ein Naturtalent, sie kann einfach immer alles und ist super selbstständig und für ihre Zeit einfach zu modern denkend. Natürlich hasst sie auch den Mann, den sie heiraten muss und gibt ihrer Ehe immer wenig Chancen. Der Mann dagegen ist stark, loyal, ehrenwert, sieht gut aus und immer will er sie auf den Platz stellen. So typisch Erin und Olaf aus „Die Normannenbraut“ eben. Und bei vielen der Bücher der Autorin sind die Protas Kopien von Erin und Olaf. Sie unterscheiden sich selten in ihrem Benehmen.

Auf den dritten und letzten Teil der Wikinger Trilogy von Heather Graham hatte ich mich gefreut. Leider wurde ich schon vom zweiten Teil der Serie sehr enttäuscht, da einig Fakten im Buch nicht gepasst haben und hier in diesem Schmöcker ist es leider das Gleiche. Die Geschichte ist viel zu nah am ersten Teil und auch sehr verzweigt mit dem zweiten Teil. Immer wieder kommt es zu gleichen Szenen und man hat immer wieder das Gefühl ein Déjàvu zu haben. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn wenigstens die Personen etwas … ja, einzigartiger wären und nicht einfach nur eine Kopie von Erin und Olaf.

Zudem muss man sagen, dass es früher (bis weit ins Mittelalter) üblich war, dass Mädchen schon sehr früh verheiratet wurden. Die Menschen hatten keine großen Lebenserwartungen. Zusätzlich starben Männer an den Kriegsfolgen. Es war nicht ungewöhnlich, dass ein Mädchen schon in der Wiege versprochen und anschließend auch einige Jahre später verheiratet wurde. Ob die Ehe dann sofort vollzogen wurde oder man wirklich gewartet hat, kann ich nicht sagen. Realistisch gesehen, hätte Conar den Segen der Kirche und Krone gehabt Melisande schon mit ihren 12/13 Jahren ins Ehebett zu schleifen. Der Autorin war es aber, verständlicherweise, wichtig, dass es nicht dazu kam und ihr Prota nicht als Kinderschänder dasteht. Allerdings hat sie hier was das Verhalten der jungen Dame anging echt auf die Glocke gehauen und maßlos übertrieben. Man darf das in diesem Buch dann allerdings nicht zu eng sehen. Allerdings hat Melisandes Verhalten einfach nicht zu dem einer 12jährigen der damaligen Zeit gepasst.

Nun gut, genug geschrieben. „Der Herr der Wölfe“ ist in drei Teile aufgeteilt und genau das macht es sehr spannend in die Geschichte einzutauchen. Wenn man etwa ein Drittel des Buches aushält wird es auch richtig gut und etwa nach der Hälfte hatten mich zwar oben genannte Gründe gestört aber ich wollte unbedingt weiter lesen.

„Der Herr der Wölfe“ ist nach „Die Normannenbraut“ trotz allem ein gelungener und krönender Abschluss der Trilogy.

Infos zum Buch

„Der Herr der Wölfe“ ist der dritte und letzte Teil der Wikinger Serie von Heather Graham. Alle Protas aus den vorherigen Bändern spielen auch in diesem Teil eine Rolle.

Reihenfolge der Serie

  1. Die Normannenbraut
  2. Die Gefangene des Wikingers
  3. Der Herr der Wölfe

Buchcover © Heyne Verlag

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Rezension: Heather Graham – Die Gefangene des Wikingers

„Die Gefangene des Wikingers“ ist der 2. Teil von Heather Grahams Wikinger-Trilogy. Ich hatte das Buch schon mal gelesen und es jetzt erneut „überflogen“ um es  vorzustellen.

Der Inhalt

England befindet sich mit den Dänen im Krieg und so ruft Alfred, König von Wessex, Eric zur Hilfe. Eric ist ein irischer Prinz und träumt davon selbst Land für sich zu bekommen. So reist er nach England um dem englischen König beizustehen, allerdings wird er nicht gerade höflich empfangen. Die Nachricht des Königs an Rhiannon wurde unterschlagen und so nimmt sie an, dass die Dänen angreifen und kämpft gegen die irischen Besucher. Schon bald hat Eric die Lage im Griff und Rhiannon kann fliehen, allerdings nicht bevor Eric ihr versichert, dass sie sich wieder sehen. Alfred, der die irischen Krieger dringend braucht, bemüht sich das Unrecht, dass seinen Gästen wiederfahren ist wieder  gutzumachen und bietet Eric neben Rhiannons Land auch sie an. Doch Rhiannon ist damit so gar nicht einverstanden…

Meine Meinung

Der 2. Teil der Wikinger Trilogy ist mir zufällig in die Hänge gefallen, und da wusste ich noch nicht mal, dass das der 2. Teil ist. Erst beim Lesen kam mir das so bekannt vor. Ehrlich gesagt, hätte ich mir eine bessere oder sagen wir, die Geschichte an sich ist ja nicht verkehrt, aber ich hätte mir nicht so viele Parallelen mit der ersten Story gewünscht. Die es hier leider zu oft gibt.

Eric ist der zweite Sohn des Wolfs. Sein Vater ist der König von Dublin, sein Großvater der König Irlands, der andere ein König in Norwegen. So ist Eric ein Ire und auch ein Wikinger. Er ist sehr gebildet und mit 12 Jahren geht er mit seinem Onkel auf Schiffsfahrt und lernt die Wikinger kennen. Er selbst wird auch rauh und versteht es zu kämpfen. Er möchte selbst Land besitzen und als ihn der englische König um Hilfe bittet nimmt er an und ist sofort verzaubert von dem schönen Land. Das Rhiannon ihm das gleich auf einem Silbertablett serviert ist natürlich auch großartig, auch wenn er nicht vorhat sie zu heiraten.

Rhiannon und der König werden verraten. Nachdem sie versucht hatte ihr Zuhause vor Eric zu schützen, reitet sie zum König. Dieser ist ihr Pate und sie hofft auf seine Hilfe. Auch wenn der König sie wie sein eigenes Kind liebt, so besteht er doch darauf, dass sie Eric heiraten muss. Und sie tut alles mögliche um dieser Ehe zu entkommen. Was ich einfach zu krass finde. Rhiannon ist eine Frau der damaligen Zeit, diese hätten niemals gewagt, dem König, egal ob Pate oder nicht, so zu begegnen und ihn dermaßen bloß zu stellen. Wenn dann hätte sie erheblich Schwierigkeiten bekommen. Diese Respektlosigkeit und ihre Art, die Leute gegeneinander aufzustacheln, dass finde ich alles viel zu übertrieben.

Das Buch ist meiner Meinung nach einfach irgendwie vom ersten Teil abkopiert und ich finde Heather Graham hätte auch Rhiannon ein anderes Wesen geben können. Ich möchte den dritten Teil auf jeden Fall lesen. Die Story scheint gut zu sein. Der erste Teil ist auch echt gut, habe ich schon sehr oft gelesen, aber in diesem Buch gibt es zu viele Ungereimtheiten. Geht ja schon am Anfang mit Erics Zeugung los…

Also, dieser Teil haut mich nicht vom Hocker aber der Vollständigkeithalber habe ich es gelesen.

Infos zum Buch

„Die Gefangene des Wikingers“ ist der zweite Teil der Wikinger-Trilogy von Heather Graham.

Die einzelnen Bänder:

  1. Die Normannenbraut
  2. Die Gefangene des Wikingers
  3. Herr der Wölfe

Buchcover © Heyne Verlag

Heather Graham: Wikinger – Trilogy (Buchserie)

Die Wikinger-Trilogy beginnt mit der Eroberung Olafs, Herr der Wölfe, in Irland. Der Norweger hat große Pläne und möchte friedlich in seiner neuen Heimat leben. Er wird König von Dublin und um den Frieden zu wahren, geht er ein Bündnis mit dem mächtigen König von Tara ein, und heiratet seine Tochter Erin von Tara, die allerdings alles andere als begeistert ist. Der erste Teil ist eins meiner absoluten Lieblingsbücher und auf jeden Fall für alle zu empfehlen.

Aus der Verbindung zwischen Erin und Olaf geht ihr Sohn Eric hervor, der in Britannien einzieht und dort Rhiannon ehelicht. Der dritte und letzte Teil der Serie handelt vom zweiten Sohn Conar, der das junge Mädchen Mellisande ehelicht, um sie vor Schäden zu bewahren und sie zu seiner Familie schickt, bis er dann auf die erwachsene Mellisande trifft.

Erin und Olaf haben auch viele weitere Kinder, doch die Autorin hat nur über Conar und Eric geschrieben.

Die einzelnen Bänder:

  1. Die Normannenbraut
  2. Die Gefangene des Wikingers
  3. Herr der Wölfe

Die Bänder in der Übersicht:

Weiterlesen „Heather Graham: Wikinger – Trilogy (Buchserie)“

Rezension: Heather Graham – Die Normannenbraut

„Die Normannenbraut“ ist eins meiner absoluten Lieblingsbücher und auch eins der ersten die ich so gelesen habe. Ich lese immer wieder gerne die Geschichte.

Der Inhalt:

Olaf der Norweger, auch der Wolf genannt, zieht in Irland ein – er möchte das Land erobern,  Teil des Landes werden und dort leben. Allerdings sind die Zeiten hart. Die Iren kämpfen gegen Wikinger, die Norweger gegen Dänen und anders rum. Jahrelang gibt es Kriege bis einer der mächtigsten Könige von Tara entscheidet, ein Bündnis mit dem Wolf einzugehen. Und zwar bietet er ihm seine Tochter Erin an. Der Wolf stimmt zu – ohne zu wissen, dass er Erin bereits vor einigen Monaten begegnet ist und sie ihn schwer gedemütigt sowie auch sehr grausam zu ihm war. Erin weigert sich den wilden Barbaren, der ihr Land zerstört, zu heiraten, doch wird sie unter Drogen gesetzt und ist schließlich seine Frau. Olaf ist von seiner Frau hingerissen, obwohl er seine Gefährtin in der Schlacht verlor und auf Rache sinnt scheinen sich bei ihm Gefühle zu regen. Wäre da nicht Erins Hass und die Dänen, die noch für Unruhe sorgen.

Meine Meinung:

Heather Graham hat hier sehr viel Wert auf Geschichte gelegt und man ließt manchmal auch viel über Schlachten, bestimmte Allianzen, all das gehört einfach zum Buch. Jedes Mal wenn ich es aufschlage, fühle ich mich in das 9 Jhd. zurückversetzt und tauche in eine andere Welt ein. Ich liebe den Schreibstil von Heather Graham und diese Geschichte ist für mich einfach nicht zu toppen.

Zudem habe ich mich ein bisschen eingelesen, und es ist Tatsache, dass um die Zeit, in der das Buch handelt wirklich Wikinger auf Irland einmaschierten und später auch Händler und Kaufleute wurden. Zudem gab es auch einen König von Tara und auch Bündnisse wurden mit den Wikingern geschlossen. Die Stadt Dublain ist z. B. durch den Einfluss der Wikinger entstanden. Weitere Nachforschungen haben ergeben, dass es tatsächlich einen Olaf gegeben hat, der in Dublin ansegelte und dass er die Tochter eines Königs heiratete, um den Frieden zu garantieren.  Allein diese Tatsache finde ich sehr schön, denn diese Geschichte ist nicht bei den Haaren herbeigezogen. Ein weiterer Grund das Buch auf jeden Fall zu lesen.

Olaf ist mein absoluter Traumprota. Heather Graham hat einen Mann geschaffen, bei dem ich zu träumen anfange: Er ist ein Kämpfer, kultiviert, barmherzig und hat viele weitere gute Eigenschaften. Die einzige Schwachstelle im Buch: Erin! Erin ist stolz und als die Beiden dann verheiratet sind, klar ist Olaf noch wütend auf sie, doch Erin ist sehr stolz und dieser Stolz macht es ihm nicht einfach. Er bietet ihr die Hand, will eine vernünftige Ehe mit ihr führen doch sie macht es einfach unmöglich. Widersetzt sich und ich an seiner Stelle würde Erin wahrscheinlich tag und nacht prügeln – aber nicht Olaf – er reicht ihr immer wieder die Hand und dann verliebt sie sich von heute auf morgen in ihn… Das ist so die einzige Schwachstelle, die mich immer wieder so den Kopf schütteln lässt. Aber allein Olafs zuliebe, lese ich das mindestens einmal im Jahr :D

Infos zum Buch:

Das Buch ist der erste Teil der Wikinger – Trilogy von Heather Graham.

  1. Die Normannenbraut
  2. Die Gefangene des Wikingers
  3. Herr der Wölfe

Buchcover © Heyne