Rezension: Karen Wynne – Weites Land der Hoffnung

„Weites Land der Hoffnung“ von Karen Wynne erschien erst vor einigen Tagen und der Klappentext hat mich direkt angesprochen. Daher, als es dann in meinem Postfach lag, konnte ich kaum erwarten, das Lesen anzufangen.

Der Inhalt

weites land der hoffnungDas Buch handelt zum Ende des 19. Jahrhunderts. Sarah Mayfield lebt in New York. Als Tochter reicher Eltern gehört sie zur Elite und genießt alle Annehmlichkeiten des Lebens. Doch diese Privilegien haben auch einen Nachteil, Sarah lebt in einem goldenen Käfig und muss sich den Wünschen ihrer Eltern bzw. ihres Vaters beugen und einen Mann heiraten, mit dessen Eltern er eine geschäftliche Beziehung eingehen will. Sarah merkt sofort, dass ihr ihr Verlobter nicht gefällt, sie will ihn nicht heiraten, kann aber gegen die Gitter nicht ankämpfen. Und ihre Befürchtungen werden wahr, ihr Verlobter vergewaltigt sie. Doch sie verschweigt die Vergewaltigung und hofft, als es schon zu spät ist, auf das Verständnis ihrer Eltern. Doch diese wenden sich von ihr ab und raten ihr die Stadt zu verlassen, damit sie keine weitere Schande über die Familie bringen kann. So kommt Sarah als Aushilfe in einem Waisenheus unter, doch auch da kann sie nicht lange bleiben, ganz New York zerreißt sich den Mund über sie und die Spenden, auf die die Stiftung angewiesen ist, gehen beträchtlich zurück. So entschließt Sarah New York den Rücken zu kehren und antwortet auf eine Hochzeitsanzeige, die sie in das einsame Casper bringen soll und zu Joseph.

Joseph hat vor wenigen Jahren seine Frau verloren, er trinkt um seinen Verlust zu verkraften. Bei ihm dampft die Kacke bis zu den Ohren, und doch hoffen seine Freunde, dass eine neue Frau Joseph wieder auf die richtige Bahn lenken kann. Doch was soll Joseph mit einer reichen, verwöhnten Frau, die nicht mal einen Kaffee kochen kann?

Meine Meinung

Karen Wynne beschreibt in wenigen Kapitel das Leben von Sarah und Joseph. Es sind gegensätzliche Welten und doch kämpft jeder der Protagonisten gegen seine eigenen Fesseln. Sarahs Entscheidungen sind zwar für eine Frau von heute nicht nachvollziehbar, doch trifft es wohl ganz das was eine Frau in der damaligen Zeit, auch wenn sie schon recht fortschrittlich war, durchleben musste. Jospeh ist kein Charakter, der sofort perfekt ist. Auch er hat seine Makel und greift zur Flasche.

Karen Wynne hat eine sehr schöne Geschichte geschaffen, man ist sofort drin und kann kaum das Buch aus der Hand legen. Es liest sich super flott und zu Beginn habe ich auch einige Male einige Tränen verdrückt. „Weites Land der Hoffnung“ ist ein sehr schöner und ansprechender Roman, der allerdings mit Bettgeschichten geizt und doch mit vielen anderen liebenswürdigen Eigenschaften um die Ecke kommt. Einziges Manko für mich: Der Bösewicht im Buch wird doch zu lange bekämpft.

Infos zum Buch

„Weites Land der Hoffnung“ erschien im Egmont LYX Verlag.

Buchcover © Egmont LYX

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