Rezension: Julia London – Der Teufel von Blackwood Hall

Der 2. Teil der Cabot Sisters-Serie von Julia London erschien vor wenigen Tagen im Cora Verlag.

Der Inhalt

Der Teufel von Blackwood HallGrace hat keine andere Wahl. Sie reist nach Bath um Lord Amherst in eine Falle zu locken und so an sein Geld ranzukommen. Der Plan ist gut durchdacht, es muss nur alles klappt. Klappt es auch, bis die Tür aufgeht und Grace mit einem anderen Mann erwischt wird: Dem Bruder von Lord Amherst! Ausgerechnet Earl of Merryton hält sie in seinen Armen, der, der so abweisend, kalt und arrogant ist. Da er der Vergewaltigung bezichtigt wird, kann Grace nicht anders. Sie übernimmt die Verantwortung und auch Merryton muss Grace heiraten. Direkt nach der Hochzeit nimmt Jeffrey seine Braut mit nach Blackwood Hall und dort merkt Grace sehr schnell, dass mit ihrem Ehemann etwas nicht stimmt.

Meine Meinung

Ich habe die letzten Wochen wirklich einige langweilige Bücher gelesen, aber „Der Teufel von Blackwood Hall“ hat mich extrem berührt.

Grace handelt sehr egoistisch, obwohl sie sich dazu gedrängt fühlt. Ihre Mutter verliert so langsam den Verstand, der Stiefvater ist gestorben und so wie es aussieht sollen die Cabot Schwestern von der Verlobten ihres Stiefbruders aufs Land verbannt werden. Das schlimmste: Die Schwestern haben keinen Cent und sind daher auf den Willen von Augustus (Stiefbruder) angewiesen. Nur der ist seiner Verlobten total hörig. Daher unternimmt auch Honor schon im ersten Teil („Skandal in Mayfair„) einen extrem gewagten Versuch, die Verlobte loszuwerden, um dann am Ende selbst in die Falle zu gehen. Zeitgleich bricht Grace also los um Amherst für sich zu gewinnen.

Der Plan funktioniert, bis das böse Erwachen kommt. Schnell stellt Grace fest, dass mit ihrem Mann irgendwas überhaupt nicht stimmt. Er benimmt sich nicht nur seltsam, er ist auch seltsam. Für Grace ist das Leben auf Blackwood Hall alles andere als schön, sie muss mit sich kämpfen und lernt schnell mit der neuen Situation zu leben. Sie lernt sich selbst kennen und verliebt sich auch in ihren Mann.

Jeffrey leidet unter Zwangsstörungen. Achtung hier kann es Spoiler geben. Ich versuche wirklich so gut es geht so wenig wie möglich zu erzählen! Seine sexuellen Phantasien finde ich noch gar nicht mal so schlimm. Ich kann mir denken, dass das einfach was mit seiner Kindheit zu tun hatte, dass er sich für verdorben hält und mit seiner Zwangsstörung, und er daher nicht weiß, dass seine Phantasien vielleicht für einen Mann normal sind (auch wenn er auf etwas härtere Sachen stehen mag). Letztendlich wird im Buch sehr genau die Entwicklung des Protas beschrieben, wie er langsam Vertrauen zu seiner Frau fasst und genau das macht das Buch so wunderschön.

Man muss zwar nicht flennen wie ein Schoßhund, ist aber sowohl von Grace als auch Jeffrey so angetan und berührt, dass man einfach immer weiter lesen muss. „Der Teufel von Blackwood Hall“ ist ein extrem einzigartiges Buch, das nicht nur berührt sondern auch sehr viel Freude beim Lesen bereitet. Mehr davon!

Infos zum Buch

„Der Teufel von Blackwood Hall“ ist der 2. Teil von Julia Londons Cabot Sisters-Serie und erschien im Cora Verlag, Historical Gold 296. Der erste Teil der Serie „Skandal in Mayfair“ erschien bereits im Historical Gold 287. Der dritte Teil der Serie mit Prudence ist bereits auf englisch verfügbar. Ob es einen vierten Teil geben wird, habe ich noch nicht herausgefunden.

Reihenfolge der Serie

  1. Skandal in Mayfair, Historical Gold 287
  2. Der Teufel von Blackwood Hall, Historical Gold 296
  3. The scoundel and the debutant – noch nicht in deutsch erschienen

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