Rezension: Teresa Medeiros – Verzauberte Herzen

Schottland im 18. Jahrhundert… eine Geschichte voller Mythen und Magie.

Der Inhalt

Die Engländer bekommen Wind davon, dass der Clanchef der MacCulloughs einen Verräter beherbergt. Sie schlachten die gesamte Familie ab und der Clan verschließt die Augen davor. Jahre später scheinen die MacCulloughs aus ihren Gräbern aufzuerstehen und mit einem Drachen die Dorfbewohner heimzusuchen und der Drache stellt Forderungen. Er will die 1000 Goldmünzen, die der bekommen haben soll, der den Clanchef verraten hat. Doch das Dorf hat die 1000 Goldmünzen nicht, also entschließen sie sich den Drachen mit einer Jungfrau zu besänftigen. Doch wahrscheinlich wäre es besser die 1000 Goldmünzen irgendwie zusammenzukratzen als in dem Dorf eine Jungfrau zu finden. Die Einzige, die in Frage kommt ist Gwen. Gwen glaubt nicht an Drachen und lässt sich von den Dorfbewohnern in dieser edlen Sache opfern. Doch kaum steht sie im ehemaligen Schlosshof als der Drache auf einmal vor ihr steht. Sie fällt in Ohnmacht und erwacht in einem Turmzimmer. Der Drache gibt ihr alles was sie will und erfüllt ihr nur zu gerne jeden Wunsch. Gwen verliert sich schnell in seiner traumhaften Welt und will zu gerne ihr Herz dem Drachen opfern, doch dann erfährt sie wer er ist.

Meine Meinung

Man darf bei „Verzauberte Herzen“ wirklich nicht außer Acht lassen, dass es sich in Schottland im 18. Jahrhundert handelt. Die Engländer können den Schotten zwar ihren Glauben aufzwingen aber ihren Glauben an das Übersinnliche konnten sie nicht brechen. Mit gut inszenierten Tricks, kann der Drache leben und die Dorfbewohner glauben daran.

Die Einzige, die dem Ganzen skeptisch gegenüber steht ist die Jungfer Gwen. Sie ist belesen, intelligent und glaubt auf keinen Fall an einen Drachen. Doch das Dorf will auf keinen Fall den Drachen erzürnen also muss sie als Jungfrauenopfer daran glauben. Dann steht sie dem Drachen bevor. Dieser hält sich im Schatten, berauscht ihre Sinne und entführt sie in eine andere Welt.

„Der Drache“ will eins: Rache an seinem Clan. Er will den Verräter dingfest machen und stellen, der seine Familie auf dem Gewissen hat. Doch kein leichtes Unterfangen, denn mit einer Jungfrau als Opfer hat er nicht gerechnet.

Dann findet Gwen heraus wer ihr Drache ist, ihr Trugbild schwindet und sie weiß, dass sie den Mann dahinter nicht lieben kann. Die Gründe dafür, erfährt man erst zum Ende der Geschichte oder bzw. nach und nach.

„Verzauberte Herzen“ ist ein sehr schönes Buch. Man kann einfach abschalten und einfach nur träumen. Ich hatte kurzzeitig immer wieder selbst daran gezweifelt, ob der Mann existiert. Handelt es sich um ein Trugbild? Allein die Anwesenheit von Tupper, dem Freund und Tobi, der Katze, bestärkte mich, dass es den Drachen wirklich gibt. Man weiß zwar, wer der Drache ist und man kann auch erahnen wer den Clanchef verraten hat, doch trotzdem fesselt die Geschichte einen sofort.

Zudem spielen auch einige sehr ulkige wie auch sehr nette Nebenprotagonisten mit, wie Gwens Schwester Kitty, Tupper und so weiter. Was dem Ganzen natürlich einen zusätzlichen Charme gibt.

„Verzauberte Herzen“ von Teresa Medeiros ist ein super witziges Buch mit einem sehr magischen Plot und bezaubernden Protas. Sehr empfehlenswert!

Zitate

Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, euch aus dem Buch ein paar Zitate rauszuschreiben.

„Er wurde wieder ernst. „Was mich auf eine Frage bringt. Wie sind Sie klatschnass und an einen Pfahl gefesselt in die Mitte meines verdammten Burghofs geraten?“ Gwendolyn war verärgert. „Vergeben Sie mir, Eure Lordschaft Drache, dass ich so verwegen war, Sie in Ihrer kostbaren Einsamkeit zu stören. Ich sehe Sie genau vor mir, wie Sie sich die Hufe am Kaminfeuer wärmten und ein schönes Glas warmen Katzenbluts genossen, als Sie draußen den Pöbel schreien hörten. „Verflucht“, knurrten Sie, „da hat mir schon wieder jemand ein Menschenopfer vor die Türe gestellt“.“ (Verzauberte Herzen, Seite 51)

„Er hatte sich Toby in der Hoffnung angeschafft, dass der große Kater die Rattenpopulation im Schloss dezimieren würde. Aber Toby und die Ratten schienen einen Art Friedensvertrag geschlossen zu haben, der es den Ratten erlaubte, sich ungehindert zu vermehren, und Toby, dreiundzwanzig Stunden am Tag zu schlafen.“ (Verzauberte Herzen, Seite 56)

Gwen entspricht nicht dem Frauenbild der damaligen Zeit oder vielleicht tut sie es und sieht sich nur falsch. Auf jeden Fall mag sie der Drache so wie sie ist, auch wenn Gwen ständig drauf rumreitet, dass sie einfach dick ist und so… typisch Frau halt. Daraufhin schickt ihr der Drache ein besonderes Geschenk und das war für mich die schönste Passage im ganzen Buch.

„Eines Morgens zwängte sich Tupper taumelnd unter einer mächtigen, schweren, in Leintuch gehüllten Fracht durch die Tür. […] Von ihrem neuen Schatz war nicht mehr zu erkennen als ein Paar vergoldeter Füße, die aussahen wie Drachenkrallen, die sich um zwei goldene Bälle krümmten. Tupper stellte ihn mit einem erleichterten Grunzen neben den Tisch ab. Dann fischte er einen gefalteten Bogen Pergament aus seiner Westentasche und überreichte ihn Gwendolyn. Während Tupper sich den Schweiß von der Stirn tupfte, schlitzte sie mit den Fingernägel das scharlachrote Siegelwachs auf. Ein einziger Satz war auf das samtene Papier gekritzelt: Ich wünschte, du sähest dich mit meinen Augen.“ (Verzauberte Herzen, Seite 116)

Infos zum Buch

„Verzauberte Herzen“ von Teresa Medeiros ist der zweite Teil der Fairy Tale-Serie. Die Bücher haben keinerlei Verbindung zu einander. Sie handeln zeitweise sogar in verschiedenen Jahrhunderten. Das was sie gemeinsam haben ist einerseits, dass magische und das mystische, wie auch das märchenhafte.

 

Reihenfolge der Serie

  1. Rebellin der Liebe, OT: Charming the Prince
  2. Verzauberte Herzen, OT: The Bride and the Beast
  3. Teuflische Küsse, OT: A Kiss To Remember

Buchcover © Blanvalet Verlag

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