Regency House Party #11: Es wird gruselig

In der letzten Folge haben sich die Gäste der Gesellschaft ohne Anstandsdamen auf einen Spaziergang gemacht. Erfreulicherweise hat keine Reputation gelitten, doch es wurden neue Freundschaften geschlossen. Der Spaziergang hatte den Sinn, dass sich die Damen und Herren etwas näher kommen, ohne, dass ihnen die Anstandsdamen ständig im Nacken sitzen.

Der Gastgeber hat den Eindruck, dass die Anstandsdamen ihre Aufgabe nicht sehr ernst nehmen, denn die jungen Damen haben keine Anleitung, obwohl sie schon versuchen, den Männern näher zu kommen. Daher sucht er das Gespräch mit den Anstandsdamen. Er möchte, dass mehr Chancen geschaffen werden, damit auch irgendwie mal was in Schwung kommt.

Allerdings gibt es gewissen Regeln, die nicht zu brechen sind. So, müssen die Damen sich zu Bett begeben, wenn die Anstandsdamen die Party verlassen. Die Herren dürfen unterdessen natürlich weiter feiern. Also, schon wieder ein Strich durch die Rechnung.

Mrs Rogers möchte auf keinen Fall, dass Mr Gorell Barnes seine Position missbraucht und sich Vorteile dadurch erschafft. Blöderweise, als sie gerade nach oben will, stellt sie fest, dass die Countess noch unten rumgeistert, obwohl sie schon lange in ihrem Zimmer sein sollte. Ihre Ausrede, sie hat den Gastgeber gebeten, zu schauen, ob noch eine der Damen unten ist, da sie dringend nach draussen muss. Eh, ja… Da gibts natürlich nichts zu diskutieren. Auch die Countess muss ins Bett.

Es ist Sonntag und der Hausherr möchte mit seinen Gästen in die Kirche fahren. Die Gesellschaft hat sich schick gemacht. Mr Everett und Mr Gorell Barnes reiten aufgrund ihres Status auf Pferden voran. Die rangniedrigsten Männer und Frauen laufen hinterher. Es wird gesungen und ich denke mal, es war ganz lustig den Einzug der Gesellschaft zu verfolgen.

Für die Damen der früheren Zeit waren die Kirchenbesuche eine sehr wichtige Tätigkeit. Nicht nur, weil sie so ihr Ansehen steigern konnten, sondern auch die Chance hatten, sich mit anderen Frauen und Bewohnern aus der Nachbarschaft zu treffen. Die Hausherrin war ja, wie auch der Hausherr, ebenfalls für gewisse Dinge in ihrem Bereich zuständig. So war es nicht ungewöhnlich, dass Frauen sich oftmals mit sozialen Dingen, wie Benefizveranstaltungen, Spenden und so weiter beschäftigten und auch sehr eng mit der Kirche zusammenarbeiteten. Denn zu der Zeit hatte die Kirche immer noch eine sehr große Bedeutung in der Gesellschaft, wenn auch nicht so krass wie noch 200 Jahre zuvor.

Der Pfarrer widmet seine Rede natürlich dem Projekt. Er erzählt davon, dass die Anwesenden sich in ein Projekt wagen und einen außergewöhnlichen Weg gehen um einen Partner zu finden und diese auf diese Art auch die wesentlichen Unterschiede kennenlernen können. Auch der Gastgeber merkt an, dass sich der Status der Frau sehr stark geändert hat und auch die Einstellungen (Thema Sex). Miss Hopkins hatte ja schon am Anfang sehr viele Probleme mit den ganzen Einschränkungen und merkt wie wichtig ihr die Liebe in ihrer heutigen Zeit ist. Auch Mr Foxsmith und Lady Davenport, aufgrund ihrer geheimen Liebschaft, leiden sehr stark unter den Regeln der damaligen Gesellschaft.

Uiiii… und jetzt wird es düster. Wer Regency Romane ließt, kennt das Thema: Schauerromane. Diese waren sehr beliebte Leselektüren der damaligen Zeit. Geister, Dämonen und Aberglaube bestimmte auch das damalige Leben und so durfte das natürlich nicht auf einer guten Regency-Party fehlen.

Mrs Enright ließt bei einer gemütlichen Tasse Tee im Freien ein Review zu „The Monk“ von Matthew Lewis. Vor allem Frauen waren sehr begeisterte Fans dieser düsteren Lektüren.

Mrs Enright (ich liebe ja ihre Aussprache) erklärt diese Vorliebe dadurch, dass die Damen wenig ausgepowert waren und so wenigstens etwas Action in ihren Alltag bekamen.

Ja, und nun kommt der unbekannte Besucher an. Kim Newman ist ein Gothic und Horrorfilm Autor und mit seiner Hilfe möchte der Gastgeber ein bisschen Gruselstimmung verbreiten. Dazu engagiert er eine fahrende Grusel-Lightshow. Dabei wird typisches Equipment verwendet, dass auch zur Regencyzeit vorhanden war und ist vergleichbar mit dem heutigen Kino. Damit natürlich alles etwas schauerlich verläuft, macht sich jeder ein bisschen gruselig. (Oh man, lachflash)

Da diese Maskerade etwas Freizügigkeiten erlaubt, nutzt Mr Gorell Barnes jede Möglichkeit näher an die Countess ranzukommen.

Lassen wir uns überraschen, wie es mit dem Gruselkabinett weiter geht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s