Regency House Party #10: Die Vorzüge des Alters

Lady Davenport, die auch im echten Leben eine Aristrokratin ist, zudem die Anstandsdame von Miss Hopkins, versucht sich als Poetin und zeichnet ihre Eindrücke auf, die sie aus der damaligen Zeit bis jetzt gewinnen konnte.

Lady Davenport findet es einfach schrecklich, wie es den Frauen damals ging.

Anschließend sehen wir, wie die Countess zu Mrs Rogers kommt. Sie muss ihren morgendlichen Bericht abgeben und erzählt, wie am gestrigen Abend, Mrs Rogers sie zurechtwies, dass sie die Beine nicht überkreuzen darf.

Miss Braund hat unter ihrer Anstandsdamen mehr zu leiden. Man muss sich vorstellen, dass nicht nur die Art zu reden, sondern auch zu gehen, zu sitzen und alles was man macht, irgendwo kritisiert wird (bei Miss Braund). Und ihre Anstandsdame Mrs Hammond mag heute nicht runtergehen. Als Miss Braund aber runtergehen will, weißt sie ihre Anstandsdame darauf hin, dass sie aber nicht ohne sie gehen kann. Miss Braund ist darüber allerdings nicht sehr begeistert, doch anscheinend gehts ihrer Anstandsdame nicht gerade so gut und sie versucht sich zu entschuldigen. Miss Braund versteht nicht, warum sie nicht mal in die Bibliothek darf. Sie darf das Zimmer gar nicht verlassen. Schrecklich, oder?

Während Lady Davenport mal wieder mit Mr Foxsmith schäkert, hat ihr Schützling Miss Hopkins weniger von ihr zu befürchten und wird kaum unter Druck gesetzt, wie die anderen Mädchen.

Allerdings muss ich jetzt persönlich einen Cut machen. Ich denke, die Szene mit Miss Braund ist etwas übertrieben zur Schau gestellt. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Mädels damals von klein auf beigebracht bekommen haben, wie sie sich verhalten dürfen und wie nicht. Sie bekamen es in ihrer Erziehung eingetrichtert, Werte, die wir Mädels heute nicht mehr haben. Gesellschaftsnormen, die Gang und Gebe waren. Wenn eine von uns heute in die Vergangenheit kommen würde, würden auch wir ständig kritisiert und unter sehr strenger Aufsicht liegen, weil wir einfach die Normen der damaligen Zeit nicht kennen und genau das müssen die Anstandsdamen den Ladies nun beibringen oder beachten, dass diese die Normen einhalten. Dabei möchte ich jetzt nicht die Situation der Frauen von damals gutheißen, nur erklärend anfügen.

Lady Davenport genießt immer noch die Vorzüge, die damals ältere Ladies haben konnten. Sie hat eine Affaire mit einem jüngeren Mann. Mr Foxsmith und Lady Davenport sprechen über Lord Byron, der damals sehr oft geheime Liebschaften mit älteren Damen hatte. Nach wie vor ist Mr Foxsmith von Lady Davenport angetan und auch sie ist dem jungen Mann sehr zugetan.

Mrs Rogers kann die Verbindung zwischen den beiden allerdings nicht gutheißen. Einmal weil diese sehr offensichtlich sind und in keinster Weise versuchen, sie geheim zu halten und andererseits, weil dadurch Mr Foxsmith kein Interesse für die anderen Damen hat, die jüngeren. Sie befürchtet, dass Lady Davenport die Chancen des jungen Mannes bei den anderen Damen zunichte macht.

Anschließend sieht man wie eine Kavallerieeinheit dargestellt wird, die verschiedene Übungen macht. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Krieg zwischen England und Frankreich die damalige Gesellschaft beherrscht. Auch die Männer dürfen an diesen Übungen teilnehmen, während die Mädchen hinter den Büschen stehen und zuschauen.

Die Countess wundert sich sehr stark, wie die damaligen Menschen es überhaupt schafften zu heiraten. Es gab sehr wenige Möglichkeiten sich kennenzulernen. Entweder waren die Männer mit ihrem Ding beschäftigt, oder die Anstandsdamen verhinderten etwas Zeit miteinander.

Mr Everett bekundet sein Interesse an Miss Hopkins, die er sehr attraktiv findet und ihr Reichtum würde perfekt zu seiner ehrbaren Familie passen. Doch Miss Hopkins hat weniger Interesse an ihm. Dafür aber Miss Braund. Ja, und es scheint, ob Mr Everett nicht so recht weiß, für wen er sich entscheiden soll.

Damit sich seine Gäste besser kennenlernen sollen, plant Mr Gorell Barnes einen Spaziergang. Laut Protokoll dürfen Frauen und Männer miteinander spazieren gehen dürfen, ohne Anstandsdamen.

Ja, einerseits finden sie es gut, sollte aber etwas schief gehen, dann wird auch Mr Gorell Barnes dafür gerade stehen müssen. Während die jungen Leute sich also etwas Freiheiten erlauben, sitzen die Anstandsdamen im Salon und schnattern über die Männer.

Mrs Hammond erzählt, dass sie bei der Reitübung, den Blick von Mr Gorell Barnes nicht lassen konnte. Während Mrs Enright sich für Mr Foxsmith gutes Aussehen ausspricht.

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