#4 Regency House Party: Wie das mit dem Marketing früher war

Wir erinnern uns, in der letzten Serie haben sich die Damen und Herren kennengelernt. Die Anstandsdamen machten sich sofort wie die Geier über die Männer her um die beste Partie für ihren Schützling zu finden.

Mrs. Hammond, die Anstandsdame von Miss Braund, nutzt jede Chance um ihren Schützling nach oben zu bringen: Sie gibt Captain Robinson 20 Pfund, damit er ihr hilft, Miss Braund zu promoten. Das heißt, er macht sie den anderen Männern schmackhaft. Heute wären das ca. 700 Pfund! Doch so wie ich das jetzt verstehe, lässt er sich nicht drauf ein, auch wenn er akzeptiert hat. Er selber hat ein Auge auf Miss Hopkins geworfen. Auch der Hausherr ist sehr angetan von ihr. Er möchte auch wissen, was Robinson von der Countess hält, denn er scheint wenig begeistert von ihr zu sein. Den Männern fällt aber auf, das Foxsmith sich unnatürlich gut mit der Anstandsdame Lady Davenport versteht.

Der Tisch wird nun für das erste offizielle Dinner gedeckt.

Interessant: Jeder Platz bekommt einen eigenen Kühler mit Wasser, damit das Glas zwischen den Gängen für den Wein gewaschen werden kann.

Eine Person reist noch an, und diese ist nicht zum Essen eingeladen: Miss Francesca Martin. Sie übernimmt die Rolle der Cinderella. Sie ist eine der rangniedrigsten Damen und untersteht Mrs. Rogers und dient als Gesellschafterin. Sie ist weder wohlhabend, noch von Stand und bekommt auch keinen Lohn. Sie hat daher auch keine wirklichen Chancen auf dem Heiratsmarkt. Sie isst auf ihrem Zimmer alleine.

Die Damen und Herren begeben sich nun an den Tisch. Dabei geht es immer dem Rang nach. Die Herren führen die Anstandsdamen zum Tisch und die jüngeren Mädchen folgen.

Das Essen beginnt mit mehreren Menüs. Als erstes gibt es eine nahrhafte Suppe. Es folgt ein Gang dem nächsten.

Um zu zeigen, wie frisch das zubereitete Essen ist, wurde immer der Kopf des Tieres mit angerichtet.

England war das einzigste Land gewesen, dass von Frauen erwartete, dass sie nach dem Dinner aufstanden und die Männer alleine zurückliesen.

Miss Hopkins ist davon total angepisst, um es mal beim Namen zu nennen. Sie kann es nicht fassen, dass die Frauen raus geschmissen wurden.

Die Männer nutzen die Zeit und trinken ihren Wein und verteilen Punkte an die Damen. Also, welche von ihnen am höchsten platziert ist. Lady Davenport als Anstandsdame wurde ebenfalls auf die Liste gesetzt.

Die Damen zogen sich in den Salon zurück und warteten fast drei Stunden auf die Männer. Miss Hopkins findet das alles nicht so toll. Leider verstehe ich ihr englisch nicht, aber es scheint irgendwelche Reibereien zwischen ihr und Mrs Rogers zu geben. Die Männer kommen schließlich zurück und Miss Hopkins schmollt.

Robinson bietet den Damen Schnupftabak an und Miss Hopkins rebelliert und meint, ihre Anstandsdame erlaubt ihr das nicht. Und dann „brüllt“ Mrs Rogers los, dass man doch einer Dame nicht so ein Angebot machen darf! Miss Hopkins tut sich da sehr schwer damit klar zukommen, dass sie als erwachsene Frau wie ein kleines Kind behandelt wird und nichts für sich alleine entscheiden darf. Da sie nicht gerade sehr nett mit Mrs Rogers spricht, eskaliert die Situation etwas und so hat sich Miss Hopkins nun auch das Missfallen der Gastgeberin gesichert.

Ja, so sehr die jungen Damen auch geschützt und vor Unsittlichkeiten bewahrt werden – Lady Davenport verbringt die Nacht mit Mr Foxsmith. Es war nicht unüblich, das Anstandsdamen geheime Affären hatten. Foxsmith überrascht sie mit einer Blume, die er ihr ins Fenster wirft. Es scheint, dass er sehr angetan von ihr ist und zudem hat sie ihm wohl auch Blumen hinterlassen.

Doch es scheint, als ob Lady Davenport nicht lange bleiben wird. Immerhin hat ihr Schützling sich mit der Hostess angelegt, die nun sehr wütend darüber ist. Mrs Rogers ist sehr verärgert über Miss Hopkins. Doch Miss Hopkins tut sich sichtlich schwer mit der ganzen Situation und weiß nicht, ob sie mit der Show noch mitziehen kann.

Die Herren üben fechten und die Damen werden noch in die Kunst des Flirtens eingeweiht.

Die Herren hatten immer mehr Spaß in der Regency als die Damen und genießen nun einige Vergnügungen. Sie reiten, trinken, schnupfen Tabak und haben seeehr viel Spaß.

Während die Damen im Haus sitzen, sich langweilen und auf die Herren warten.

Wie findet ihr die Reaktion von Miss Hopkins? Wie wäre es für euch, 200 Jahre in die Vergangenheit geschmissen zu werden und sich nun an viele Regeln zu halten, zudem auch, keine eigenständigen Entscheidungen treffen zu können? Wie würdet ihr damit zurecht kommen?

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