#2 Regency House Party: Männer waren schon immer so

In der letzten Serie kam der Pfarrer Mr. Mark Foxsmith an.

Es war nicht ungewöhnlich, dass Pfarrer zu einem Dinner oder Gesellschaft eingeladen wurden. Ich hatte in einem Blogbeitrag irgendwo schon mal geschrieben, dass nur der erstgeborene Sohn das Erbe des Vaters antrat. Die anderen Söhne mussten eigenständig für sich sorgen und bekamen nur eine Apanage, eine Art Taschengeld vom Vater oder Bruder zur Verfügung gestellt. Für sie blieb nur noch das Militär oder die Kirche als weitere Alternative.

Sehr unerfreut stellt Mr. Foxsmith fest, dass er das Zimmer mit Captain Robinson teilen muss.

Auch dies war nicht selten der Fall. Auf sehr angesagten Feiern mit vielen Teilnehmern, war es üblich das mehrere Männer oder auch Frauen ein Zimmer teilten und auch im selben Bett schliefen (natürlich nur die gleichen Geschlechter).

Er spricht das auch gegenüber seinem Gastgeber an, doch dieser kann sich nur entschuldigen. Nachdem alle Herren angereist sind, lernen sie sich kennen.

Da es zu der Zeit noch keine Zigaretten gab, musste der Tabak in Form von Schnupftabak konsumiert werden.

Da keine Frauen anwesend sind, wird ein kleines informelles Dinner aufgelegt. Der Port fließt in Strömen.

Wasser trinken, war zu der Zeit nicht üblich. Es galt nicht als gesund und so wurde Bier oder Alkohol getrunken. Meist auch sehr exzessiv. Der König hat am Tag um die 15 Flaschen getrunken! Wichtig war, das man sich beim Anstoßen in die Augen sah und sich gegenseitig einlud, zu trinken.

Nach nur sechs Stunden in ihrer Rolle, verhalten sich die Männer nicht anders, als ihre fiktiven Charakter in der Vergangenheit. Sie trinken exzessiv, machen schmutzige Witze und spielen bei jeder Gelegenheit. Unter anderem auch Billard. Wie man klar erkennen kann, holt ein Lakai sogar ein kleines Töpfchen mit gelber Flüssigkeit. Richtig, die Männer urinierten natürlich auch in dem Zimmer.

Damen konnten niemals in die Gesellschaft von Männer anvertraut werden, daher war es sehr wichtig, dass jede Party, die Frauen einlud, auch eine Gastgeberin hatte, die dafür sorgte, dass es zu keinen Unschicklichkeiten kam.

Diese Rolle übernimmt Mrs. Fiona Rogers. Sie reist am späten Abend an, doch die Männer merken nichts davon und verpassen ihre Ankunft. Sie ist darüber sehr verärgert und findet dieses Benehmen sehr unhöflich. Sie hätten Mrs. Rogers bei ihrer Ankunft begrüßen müssen, immerhin ist sie die Gastgeberin.

Mrs. Rogers sagt, sie habe das Verlangen, Menschen mit schlechten Manieren zu helfen und ist der Meinung, dass die jungen Menschen heute nicht wissen, wie man sich richtig verhält.

Der 2. Tag

Heute reisen die weiblichen Gäste an. Doch die Männer haben die Nacht durchgezecht. „Captain“ Glover schläft auf irgendeiner Couch, „Captain“  Robinson hat es sich auf dem Rasen vor dem Haus gemütlich gemacht.

Er fragt den Lakaien, der ihn weckt: „Was ist gestern nacht geschehen?“
Der Lakai sehr freundlich: „Ich bedaure, aber darüber habe ich keine Auskunft.“
Robinson: „Es scheint ich habe einen Blackout.“

Der Hausherr, Mr. Gorell Barnes, wird beim Wecken darauf hingewiesen, dass er heute die Hausdame begrüßen muss und, dass er sich dazu rasieren sollte.

Die Menschen damals badeten jede paar Wochen oder sogar nur jede paar Monate. Katzenwäschen waren üblich.

Heute lernen die Männer den Umgang mit einem wichtigen Gegenstand der damaligen Zeit: Die Pistole.

Ein Mann musste nicht nur sein Eigentum, sondern auch seine Ehre verteidigen können. Doch mit einer Waffe, die ziemlich ungenau traf und zudem auch noch explodieren konnte, war das sehr schwer. Es war  zwar verboten, Duelle auszutragen, doch waren sie immer noch Gang und Gebe zu der damaligen Zeit.

Die Männer vertreiben sich mit Schießen die Zeit. Für den Gastgeber steht nun das Treffen mit der Gastgeberin Mrs. Rogers bevor. Sie hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit dem jungen Hausherrn und wird sich für diesen nach einer geeigneten Kandidaten umschauen. Sie hat auch schone im Sinn… Die Countess!

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