Fashion Plates

Bereits im 16. Jahrhundert gab es eine vorläufige Art von Fashion Plates. Doch erst im 19. bzw. 20 Jahrhundert gewannen sie an großer Beliebtheit. Da es zu dieser Zeit noch keine Fotografien gab und die Menschen sich natürlich auch nach dem neusten Schrei kleiden wollten, wurde Fashion Plates benutzt.

Die Zeichnungen zeigten Frauen, Männer und Kinder in verschiedenen Kleidungen. Der Stil, Schnitt, Farbe und Stoff der Kleidung diente als Vorlage für eine modisches Erscheinungsbild und entsprach natürlich der jeweiligen Mode.

Erst gewannen die Fashion Plates in England an Beliebtheit, zunehmend auch in Frankreich. Meist wurden sie in Frauenmagazinen gedruckt. Die Zeitschrift The Lady’s Magazine war die erste, die Fashion Plates als Teil ihrer Serie mit aufnahm und veröffentlichte.

Mit diesen Fashion Plates konnten die Damen sich an eine Richtlinie halten, sie hatten eine Vorlage, die sie bei ihrem/r Schneider/in vorlegen konnten. Anhand von verschiedenen Inspirationen und persönlichen Wünschen, wurden die Kleider nach Maß für die Damen geschneidert.

Es war nicht üblich, das die Damen des ton sich ihre Kleidung von der Stange kauften. Es gab fertige Produkte, Accesoires, wie Handschuhe und Schals, allerdings Kleider wurden nach Wunsch und Vorstellung gefertigt. Auch gab es Hutmacher, Schuster und so weiter. Also jedes Feld war perfekt abgedeckt, damit die Damen und Herren sich individuell ankleiden konnten.

Hierzu hatte auch der Schneider/die Schneiderin entsprechende Vorlagen. Anhand diesen konnten die Damen sich ihre Kleider schneidern lassen. Die Kleider kosteten eine Menge Geld. Sobald sie aus der Mode kamen, wurden die Kleider umgenäht oder der Stoff für andere Kleidungsstücke verwendet. Weggeworfen wurde kaum etwas.

Es war selten der Fall, das jemand auf eine Veranstaltung ging, und dort jemanden traf, der genau das gleiche trug wie man selbst. Das so etwas peinliches bei ihren Kunden passierte, wussten die Schneider/innen zu verhindern. Zudem wollte jede Dame mit ihrer Kreation glänzen. Zu den Kleidern wurde jedes Accessoire genau zurechtgelegt oder passend dazu geschneidert.

Mehrmals am Tag wechselten die Damen ihre Kleidung. Es machte deutlich einen Unterschied, ob die Damen früh am Morgen einen Ausritt machten, jemanden zum Tee erwarteten, Besuch empfinden, Abends zu einem Ball oder ins Theater gingen oder, oder, oder… Zu jedem Anlass gab es also Kleidung und Accessoires, die genauestens auf einander abgestimmt waren.

Fashion Plate, 1813 Belle Assemblee
Fashion Plate, 1813 Belle Assemblee

Bei dieser Zeichnung handelt es sich um eine Abendgarderobe nach griechischem Stil. So wie es in der Regency üblich war. Auf schwere Reifröcke und (enge) Korsetts wurde verzichtet. Die Kleidung war sehr figurbetont und meist auch sehr dünn.

Hier kann ich mir vorstellen, dass das Unterkleid und die Handschuhe aus weißer Seide waren. Das Überkleid aus farbigen Tüll oder Organza. Es könnte aber auch zusätzlich aus Satin gemacht sein, so, dass nur das Unterkleid an wenigen Stellen sowie unten rum zu sehen ist (würde aber meiner Meinung nach, dann zu schwer aussehen). Mit Schleifchen wird es an einer der Seite gebunden und betont die Figur. Zusätzlich wird ein gleichfarbiges oder weißes Band verwendet, um das Kleid unterhalb der Brust zu binden. Die Farbe würde ich sehr hell, wie hier auf dem Bild gelblich, oder auch grünlich halten. Alternativ würde auch eine sehr dunkle Farbe gehen. Dazu natürlich ein passendes Haarband und den passenden Schmuck. Die Dame hat hier im Bild noch eine Stola aus sehr dunklem Stoff und wohl auch schweren Gewebe dabei. Zusätzlich trägt sie auch einen Fächer in der anderen Hand. Sie trägt weiße Slippers dazu.

Wie würde das Kleid in Deiner Fantasie aussehen? Welche Farben und Stoffe würdest Du dafür verwenden?

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