Weihnachten – ein bisschen Geschichte

Weihnachten ist das Fest der Liebe. In unserer modernen Zeit ist Weihnachten neben Ostern und Pfingsten der wichtigste Feiertag im Jahr. Bereits im September sind die Läden voll mit allerlei Leckereien und ab da beginnt die umsatzreichste Saison für den Handel. Die Gewinne sind dermaßen hoch, dass man sich manchmal fragt, was das Schönste an Weihnachten ist: Die Liebe und die Zeit mit der Familie oder die pure Lust am Shoppen. Ist Weihnachten vielleicht sogar nur ein Produkt der modernen Welt um an unser Geld ranzukommen oder wurde es schon früher gefeiert?

Tatsache ist, dass Weihnachten eigentlich ein religiöses Fest ist, das mit der heidnischen Wintersonnenwende zusammenfällt. Es wurde bereits im 2. Jahrhundert in den christlichen Ländern als der Geburtstag von Jesus Christus gefeiert. Natürlich ziemlich religiös und vielleicht mit ein bisschen heidnischen Bräuchen. Der Grund dafür war, dass zu der Zeit die Menschen sehr religiös waren und auch entsprechend sehr viel religöses Zeug feierten.

Im Mittelalter feierte man die Geburt Jesu Christi sehr ausgelassen. Die Weihnachtszeit wurde mit den 4. Adventstagen eingeleitet, began ab dem 25. Dezember und endete am 6. Januar. Trinken, Spielen, Tanzen und sexuelle Freiheiten waren ganz normal. Es ging manchmal sehr wüst zu. So hat z. B. König Richard II ein grandiöses Fest gefeiert, bei dem 28 Ochsen und 300 Schafe verspeist wurden.

Am 24. Dezember wurde ein Weihnachtsscheit mit einem Rest des letzten Weihnachtensscheites angezündet und brannte durchgehend bis zum 6. Januar. Weihnachtslieder wuden von einer Gruppe von Sängern gesungen. Am Neujahrstag wurden in England Geschenke überreicht und es gab extra einen Christmasale.

Stechpalmenzweige, Efeu und anderes Immergrün gehörte zur üblichen Dekoration. Der jährliche Genuss an Essen, Tanzen, Singen, Sportaktivitäten und Kartenspielen eskalierte zunehmend in England. Im 17. Jahrhundert gehörten ausgiebige Mahlzeiten, exklusive Maskeraden und Festumzuge zum Weihnachtsfest dazu. Während der Reformation im 16. bis zum 17. Jahrhundert wurde das Geschenk am Heiligabend vom Christkind gebracht.

Nach der Reformation wurde auch in der Anglikanischen und Lutherischen Kirche weiterhin Weihnachten gefeiert. Dann allerdings im 17. Jahrhundert sah man das Fest als Katholisch an. 1647 wurde Weihnachten in England ganz verboten. Es folgten massenweiße Proteste und 1660 wurde Weihnachten wieder erlaubt. (In Schottland wurde Weihnachten erst wieder 1958 zum gesetzlichen Feiertag.)

Diese Entwicklung brachte es mit sich, dass Weihnachten danach etwas mehr im Zwang gefeiert wurde, wenn überhaupt. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhundert brachte Charles Dickens das Fest der Liebe wieder in die Häuser. Er beeinflusste Größtenteils das Fest in der westlichen Welt. Anfang 1830 wurden auch wieder Weihnachtslieder vermehrt gesungen und zur Tradition in England. Mit der ersten Weihnachtskarte 1843 versendete man Weihnachtswünsche auch per Post. Durch die Heirat von Queen Victoria und Prinz Albert aus Deutschland wurde der Weihnachtsbaum verbreitet in den britischen Heimen aufgestellt und geschmückt. Ein Bild, dass 1848 die Königsfamilie um den Weihnachtsbaum zeigte, brachte den Trend voran und hatte auch sehr große Auswirkungen auf das Fest der Liebe in Amerika.

Bis 1950 waren die meisten Weihnachtstraditionen nur den reichen bzw. gut betuchten Familien vorbehalten. Weihnachtsbäume waren eine Rarität. Das Weihnachtsessen bestand meistens aus Rindfleisch, selten aus Truthahn. Die Socken wurden mit Äpfeln, Orangen und Süßigkeiten gefüllt. Ausgiebige Familienfeste wurden erst mit dem zunehmenden Wohlstand ab 1950 möglich.

Weltweit entwicklete sich das Weihnachtsfest auch in Nichtchristlichen Staaten zu einem Feiertag. Wie z. B. in Japan, dass als ehemalige Kolonie eigentlich sehr wenige Christen hat, trotzdessen Weihnachten feiert. So werden Geschenke verschenkt, Weihnachtsbäume aufgestellt und die Häuser festlich geschmückt.

Katholische Länder oder auch Provinzen feiern Weihnachten mit ausschweifenden Festzügen und Paraden. Manche zeigen Santa Claus. In anderen Regionen wiederrum ist Weihnachten das Fest bei der die Familie zusammen feiert und sich Geschenke entweder am 1. Weihnachtstag  oder sogar erst am 6. Januar schenkt.

Quelle: Wikipedia

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