Kindheit: Vom Mädchen zur Frau

Natürlich war es schön, wenn ein Junge zur Welt kam. Aber auch ein Mädchen brachte dem damaligen Adel viele Vorteile.

Ein Mädchen wird die ersten Jahre nicht anders behandelt als ein Junge. Für das Stillen ist eine Amme meistens zuständig, ein Kindermädchen passt auf es auf und eine Gouvernante kümmert sich um die Erziehung.

Ein Mädchen darf nich schreien, nicht rennen, keine Hose tragen. Sie muss gerade sitzen und das Auge erfreuen.

Mädchen werden daheim unterrichtet oder auf Internate (Töchterschulen) geschickt. Sie lernten Schreiben, Lesen und das Nötigste an Rechnen. Fremdsprachen wie Französisch gehörte natürlich auch zur Grundausbildung. Malen, Instrumente spielen, Litaratur, Nähen und Haushaltsführung ist für die gebildete Tochter kein Femdwort. Zudem weiß sie was sich gehört und lernt die Anstandsregeln der damaligen Zeit.

Im Alter von 18. Jahren werden die jungen Damen dem Königshaus vorgestellt und sind dann offiziell eingeführt. Meist veranstaltete die Familie zu Ehren ihrer Tochter einen großen Ball bei dem natürlich sofort geschaut wurde, mit wem man das Mädchen verheiraten könnte. Denn von kleinauf kennt das Mädchen seine Rolle: Mutter und Ehefrau.

Während die Jungen ihre Sexualität frei ausleben, kommen die Mädchen mit diesen Sachen kaum vor der Hochzeit in Kontakt und sind meist noch Jungfrau.

Eine gute Partie wird angestrebt. Hat man einen geeigneten Bräutigam gefunden, und die Zustimmung der Eltern, wird geheiratet.

Das Mädchen geht nun von ihrem Vormund in den Besitz ihres Mannes über. Er ist nun für sie zuständig und der jenige der ihr Leben bestimmt. Ihre Pflicht ist es nun einen Erben zur Welt zu bringen.

Sobald dieser da ist, ist es nicht unüblich, dass die Frau sich einen Liebhaber nimmt. Da die meisten Ehen sowieso nicht aus Liebe oder Zuneigung geschlossen wurden, haben die meisten Ehepaare nichts für einander übrig und verbringen ihre Zeit getrennt von einander. Bis auf wenige förmliche Zusammentreffen im Schlafzimmer oder bei Gesellschaften haben die Eheleute wenig miteinander zu tun.

Was macht nun die Ehefrau mit ihrem Leben?

Sie kümmert sich um den Haushalt, sie kann sticken, nähen, musizieren, Instrumente spielen, malen und bildet sich weiter – sofern sie Interesse dazu hat. Einige der Damen engangieren sich für ihre Mitmenschen, veranstalten Benefizveranstaltungen oder kümmern sich anders um die Ärmeren. Andere besuchen Theater, Opern, reisen oder besuchen Bälle. Das gesellschaftliche Leben spielte im Leben einer Frau genau so eine große Rolle wie bei ihrem Ehemann.

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