Rezension: Mary Jo Putney – Blüte der Zärtlichkeit

Ich habe das Buch vor einigen Tagen bei meiner Schwester auf dem Dachboden entdeckt und es beigeistert mitgenommen. Der Klappentext hat mich etwas an Mary Banks „Die stumme Braut des Highlanders“ erinnert.

Der Inhalt

Mariel ist noch ein Kind, als sie mit ihren Eltern nach Indien geht. Bei einem Masaker sterben ihre Eltern und sie wird nach England gebracht. Verstört spricht sie nicht mehr und lebt in ihrer eigenen Welt. Ihre Verwandten sind der Meinung, sie ist verrückt. Ihr einer Anworth möchte, dass Mariel auf einem Landsitz untergebracht wird. Er hat die Hoffnung, dass sie in gewohnter Umgebung mit Liebe und Vertrauen irgendwann wieder normal wird. Ihr anderer Onkel Grahame dagegen möchte, dass sie in eine Anstalt gebracht wird, denn nur so kann ihr geholfen werden. Doch Amworth setzt sich durch und so verbringt Mariel bis zu ihrem 23. Lebensjahr ein ziemlich glückliches Dasein auf dem Landsitz. Bereits seit ihrer Geburt steht fest, dass sie Kyle heiraten soll. Anworth ist ein großer Fan dieser Verbindung und will die Zeit nutzen als Grahame ausser Landes ist. Er vertraut darauf, dass eine Ehe und Kinder Mariel gut tun werden und sie sogar Kyle mögen wird, wenn er den beiden Zeit gibt sich kennenzulernen. So besteht er darauf, dass Kyle einige Wochen auf dem Landsitz bei Mariel bleiben soll.

Doch Kyle kann aus wichtigen Gründen nicht. Er bittet seinen Zwillingsbruder Dominic für ihn hinzufahren und Mariel für sich zu gewinnen. Die Brüder haben sich allerdings schon seit langen nicht gesehen und das Verhältnis ist schwierig. Schließlich kann Kyle Dominic überzeugen, er verspricht ihm einen Landsitz, sofern er es schafft Mariel zur Hochzeit zu bewegen. Dominic, der schon immer von einem eigenen Gut träumte, stimmt zu und fährt zu Mariel. Langsam schleicht er sich in ihre Welt und langsam versteht er, dass Mariel alles andere als verrückt ist. Doch sie ist nicht für ihn bestimmt, sondern seinem Bruder. Zudem weiß Mariel nicht, dass sie ihn nicht heiraten kann und schaffen sie es in die Ehe bis Grahame wieder da ist?

Meine Meinung

Ich hatte bei dem Buch immer so das Gefühl als ob ich nicht im tristen England bin sondern irgendwo in einer Feenwelt. Mary Jo Putney hat mit „Blüte der Zärtlichkeit“ eine wunderbare Welt geschaffen. Man taucht ein und ist einfach drin und kommt schwer wieder raus.

Dominic ist ein sehr einnehmender Charakter und genau der Richtige um Mariel aus ihrer Welt rauszureisen. Von Anfang an versucht er sie zu verstehen, am Anfang natürlich um seine Aufgabe zu erfüllen, später aus eigenem Antrieb. Schon recht bald merkt er, dass er selbst Gefühle für die junge Frau hat und befindet sich in einer sehr verzwickten Situation. Er hat die Wahl, entweder er entscheidet sich für Mariel oder er verrät seinen Bruder.

Mariel ist etwas schwerer zu durchschauen. Dadurch, dass man erst immer nach und nach etwas aus ihrer Welt mitbekommt, weiß man nicht wie man sie einschätzen soll. Ist sie vielleicht wirklich etwas verrückt? Nur ganz langsam schaut man in ihr Wesen und begreift wieso und warum.

Mary Jo Putney schafft es von Anfang bis Ende die Geschichte aufregend zu flechten. Als Leser spürt man ganz deutlich den Druck und die Gefahr die Mariel droht und möchte sie davor bewahren. Sie kommt einem zwar extrem unschuldig und unwissend rüber aber wenn es sein muss, weiß sie sich zu wehren.

Die Geschichte ist von Anfang bis Ende zauberhaft und einfach nur schön.

Infos zum Buch

„Blüte der Zärtlichkeit“ von Mary Jo Putney erschien sowohl im Weltbild als auch im Heyne Verlag. Es ist der erste Teil der Bride Trilogie. Der zweite Teil handelt von Kyle, Doms Zwillingsbruder „Tempel der Liebe“. In welchem Zusammenhang der dritte Teil „Die entführte Braut“ zu den vorherigen steht ist für mich unklar. Allerdings sind alle Teile sehr multikulturell und bringen immer wieder einen fremdländischen Hauch ins öde England.

 Die Reihenfolge der Serie

  1. Blüte der Zärtlichkeit
  2. Tempel der Liebe
  3. Die entführte Braut

Buchcover © Heyne Verlag

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