Rezension: Michelle Willingham – Das wilde Verlangen des Wikingers

Der Inhalt des Buches „Das wilde Verlangen des Wikingers“ hörte sich sehr interessant an. Also, machte ich mich sofort dran es zu lesen.

Der Inhalt

Caragh ihr Stamm ist vor dem Verhungern. Die junge Irin sieht mit Bedauern zu, wie einer nach dem anderen verhungert und keiner in der Lage ist etwas daran zu ändern. Ihre älteren Brüder sind bereits seit zwei Wochen unterwegs um Nahrung und Vieh zu besorgen, Caragh und ihr jüngerer Brüder Brannon sind zurück geblieben. Und dann eines Tages taucht ein Drachenschiff für der Küste auf. Caragh ist verzweifelt, das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen. Während sie das Verstecken der Familien organisiert, plant ihr Bruder das Schiff der Wikinger zu überfallen. Der Angriff geht aber schief und so greift Caragh ein um ihren Bruder vor einem wütenden Wikinger zu retten. Sie greift einen Stock und haut ihn um. Ihr Bruder nimmt dessen Frau zur Geisel und verschwindet auf dem Boot, die Männer des Wikingers folgen ihm und Caragh lässt den Wikinger in ihr Heim bringen um ihn dort zu fesseln.

Als Styr aufwacht kann er nicht fassen, dass jemand wie Caragh es geschafft hat ihn zu überrumpeln. Doch seine Männer und er waren selbst seit Tagen auf den Beinen und zu müde, so dass sie nicht mit einem Hinterhalt gerechnet haben. Eigentlich verfolgte Styr das Ziel mit seinen Männern in Irland ein Stückchen Land zu finden, sich dort niederzulassen und friedlich zu leben – mit seiner Ehefrau Elena. Die nun verschwunden ist.

Gleich zu Anfang ist Caragh sehr liebeswürdig zu ihm. Sie gibt ihm Essen, verarztet seine Wunden und trotz dessen, dass er ihr Gefangener ist, kümmert sie sich aufopferungsvoll um ihn. Sie erzählt ihm, dass sie kaum etwas zu essen haben und Styr entschließt sich Caragh zu helfen. Er will der Irin helfen, selbst Nahrungsvorräte aufbauen und sich dann auf den Weg machen seine Frau zu finden.

Caragh fasst langsam Vertrauen zu Styr und folgt seinen Anweisungen. Zusammen gelingt es ihnen Fische zu fangen und so für den kommenden Tag genug Proviant zusammen zu bekommen. Bereits in den wenigen Tagen, die Caragh mit Styr verbringt, merkt sie, dass sie langsam Gefühle für den Krieger entwickelt und auch Styr sehnt sich danach Caragh nahe zu sein – doch er ist verheiratet und es gilt nun seine Ehre zu bewahren und seine Frau zu finden.

Meine Meinung

Also, es ist wie immer eine sehr nette Geschichte von Michelle Willingham. Sie hat einfach die einzigartige Fähigkeit die Gefühle ihrer Protas ziemlich gut rüberzubringen. Sie schreibt flüßig und sehr schön.

Der Plot handelt etwa 1000 n.C. Hier geht es auch nicht um Adel oder so, sondern um zwei Menschen, die in einer komplett anderen Zeit leben. Es ist wirklich ein extremer Unterschied ob man gerade einen schönen Liebesroman über einen Earl und eine Tochter eines Marquess ließt, die den Anstandsregeln des 18. Jahrhunderts unterworfen sind oder dieses Buch. Hier sind z.B. noch heidnische Rituale Gang und Gebe, Ehen werden geschlossen, allerdings können diese auch wieder gelöst werden. Also, alles sehr interessant und für mich komplett neu.

Was mich allerdings etwas zu sehr störte und sich durch das ganze Buch zieht, ist die Art wie die Autorin Caragh an manchen Stellen beschreibt. Sobald die Brüder sich mit Styr in die Haare kriegen und kurz davor sind ihm den Garaus zu machen, greift sofort Caragh ein. Und das ständig. Man weiß, jetzt kracht es, jetzt kommt wie von Zauberhand Caragh. Dann das mit den Handschellen am Anfang, die Caragh Styr angelegt hat. Er kann so Manches machen – mit auf dem Rücken gefesselten Händen! Wahnsinn! Ist für mich nicht ganz glaubwürdig.

Und etwas was ich ganz und gar nicht verstehe. Der Stamm von Caragh lebt an der Küste von Irland. Logischerweise sind das dann ja irgendwo Fischer. Nachdem die Dürre losgeht, verschwinden zunehmend viele Fischer mit ihren Booten. Eins bleibt allerdings da. Das von Caraghs Vater, doch keiner benutzt es oder keine kommt auf die Idee nach Nahrung im Wasser zu suchen. Irgendwie scheint da keiner wirklich Ahnung zu haben, was für mich allerdings keinen Sinn ergibt. Ich kann mir vorstellen, dass früher solches Wissen, wann wie und wo fange ich was und wie und was brauche ich und so weiter an solchen Orten, die auf diese Nahrungsquelle angewiesen waren, weit verbreitet war. Doch hier schien es so, als ob keiner von dem Stamm irgenwas hinbekommt – nur Styr.

Im Großen und Ganzen war es ein sehr spannendes und aufregendes Buch, dass einen in eine sehr fremde Zeit entführt. Kann es daher gerne weiter empfehlen.

Infos zum Buch

„Das wilde Verlangen des Wikingers“ von Michelle Willingham erschien im Cora Verlag, Historical 306. Das Buch ist der erste Teil der Serie Forbidden Vikgins. Der zweite Teil der Serie handelt über Ragnar & Elena.

  1. Das wilde Verlangen des Wikingers“
  2. To Tempt a Viking

Buchcover © Cora Verlag

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