Rezension: Mary Nichols – Stolz und Sehnsucht

„Stolz und Sehnsucht“ ist ein Buch aus dem Jahr 2007. Ich hatte mich auf eine unterhaltsame Geschichte gefreut.

Der Inhalt

Lady Lucinda Luffenham ist die Tochter eines Earls. Sie hat ihr erstes Debüt gerade hinter sich und begibt sich mit ihrer Familie auf den Landsitz um dort den Sommer zu genießen. In London hat die junge Dame niemanden kennengelernt, der ihr wirklich gefallen hat. Doch ihre Eltern sind sowieso der Meinung, dass Lucy den Nachbarssohn Edward Gorridge heiraten soll. Er stammt aus einer alten ehrbaren Familie, sein Vater ist ein adeliger und Edward wird eines Tages mehrere Landsitze und viel Geld erben. Einfach perfekt für Lucy – was sie allerdings nicht findet. Auf dem Landsitz der Familie angekommen, unternimmt Lucy einen Ausritt bei dem sie einer Gruppe von Männern begegnet, die Messungen auf dem Land ihres Vaters vornehmen. Wie sie erfährt, sind die Männer Mitarbeiter der Bahngesellschaft und möchten eine Route auf dem Land ihres Vaters legen. Lucys ist gleich vom Sprecher der Gruppe begeistert, doch er ist nur ein einfacher Schienenarbeiter.

Der einfache Schienenarbeiter ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Die junge Lucy gefällt dem jungen Mann doch er will, dass sie ihn so nimmt wie er ist.

Doch Lucy ist anscheinend schon mit jemand anderen verlobt, die Familie würde niemals einer Heirat mit einem Schienarbeiter zustimmen und es steht sehr viel zwischen den beiden.

Meine Meinung

Vergleiche ich das Buch mit „Lady Chesterfields Versuchung“ von Michelle Willingham, das ich vor Tagen gelesen habe und das einen ähnlichen Plot hatte, so gefällt es mir sehr viel besser.

Hier ist es so, dass die Autorin mir den Anfang sehr schwer gemacht hat. Das Buch ist sehr langatmig und stolpert so vor sich hin.

Die Protas begegnen sich und sind verzaubert. Dann treffen sie sich wieder, wieder, wieder… aber es passiert nichts zwischen ihnen. Obwohl Lucy erst als eine Person dargestellt wird, die ihre Meinung sagt, wird sie immer kleinlauter je mehr das Buch voran kommt. Meist so, dass ich extrem angenervt war von ihrer Art.

Myles ist zwar von der Autorin sehr sympatisch gezeichnet, doch irgendwie hält auch er sich zurück. Und das Ende wird erst „gut“ weil Edward, Lucys Verlobter einige blöde Sachen macht und Myles mit Heldentaten das Herz des Vaters erweichen kann.

Im Mittelpunkt des Plots steht die Eisenbahn. Myles ist der Sohn eines erfolgreichen Eisenbahngesellschaftlers, der nicht adelig ist. Seine Mutter ist eine adelige. Das Buch ist in einer Zeit geschrieben in dem die Industrie und Technik in England langsam den Vorsprung nimmt und die Peers sich bald nicht mehr durch Land versorgen können.

Also, für mich keine passende Geschichte.

Infos zum Buch

„Stolz und Sehnsucht“ von Mary Nichols erschien im Cora Verlag, Historical 234.

Buchcover © Cora Verlag

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