Rezension: Anne Stuart – Im Sog der Sinnlichkeit

Anne Stuarts „Im Sog der Sinnlichkeit“ hatte mich durch den Klappentext angesprochen. Aber gut, erst mal wie immer:

Der Inhalt

Benedikt Rohan ist wieder in London, nach 2 Ehen, die tödlich endeten, einer langen Trauerzeit ist der Witwer in die Hauptstadt gekommen. Das Hauptziel seine Begierde stillen und danach eine Ehefrau suchen um endlich einen Erben zu zeugen. Die letzten Versuche sind ja immerhin in die Hose gegangen. Er lässt nach einer alten Flamme schicken, die auch sofort herbei eilt und sich auf die Knie sinken lässt, allerdings wird die Szene unterbrochen von Melisande Carstairs.

Melisande ist eine Witwe, sie heiratete einen älteren Mann, hatte danach eine etwas peinliche Affaire und ist nun eine reiche Witwe, die sich aufopfernd um andere Menschen kümmert. Vor allem um gefallene Mädchen, die in ihrer Londoner Stadtresidenz ein neues Zuhause bekommen. Und Violet, die Dame, die vor Benedikt kniet, ist eine der Damen, die Zuflucht bei Melisande gesucht hat. Melisande will auf keinen Fall zulassen, dass Benedict Violet wieder in Versuchung führt und muss sie natürlich retten.

Was ihr auch gelingt, doch bis dahin weiß Benedict noch gar nicht wer genau Violet aus seinen Armen gerissen hat. Wenig später erfährt er von Melisande und ihrer Nächstenliebe und ist sehr überrascht, als diese auf einmal vor ihm steht und ihn um Hilfe bietet. Eine geheime Sekte hat sich aufgetan, die etwas Schändliches plant und nur Benedict kann Melisande helfen, die Unschuldigen zu retten. Dabei bringt Melisande ihn gewaltig um den Verstand und durchkreutz seine wohldurchdachten Pläne.

Meine Meinung

Benedict war einer der wenigen Charaktere im Buch, der mir wirklich gefallen hat. Er hat seine erste Frau geliebt, sie starb im Kindbett. Seine zweite Frau mochte er auch, die war aber extrem flatterhaft und starb auch im Bett. Er trauert und reist nach London. Sich bewusst, dass er einen Erben braucht. Doch er will auf keinen Fall noch einmal eine Frau verlieren, die er liebt oder mag. Daher will er auch eine vernünftige Frau, die ihm Kinder gebären kann. Für die Liebesdinge will er sich eine Geliebte besorgen. Er denkt vernünftig. Und dann kommt Melisande und macht alles zunichte.

Melisande hat mich manchmal echt in den Wahnsinn getrieben. So etwas naives, also wirklich. Sie war bereits verheiratet. Ihr Mann hat sie einerseits schlecht behandelt, andererseits liebte sie ihn, für mich nicht verständlich. Nach dem Tod ihres Mannes, stürzt sie sich in eine Affaire mit einem Loser und stellt fest, dass der sexuelle Part nichts für sie ist. Nachdem eine Prostituierte ihr vor die Kutsche läuft, entdeckt sie ihre Nächstenliebe. Sie gibt nicht viel auf ihren Ruf, andererseits hat sie Skrupel, dass jemand denkt, sie könnte eine Beziehung mit Benedict haben. Sie wohnt mit leichten Mädchen zusammen und doch weiß sie nichts. Irgendwo extrem naiv und realititätsfremd.

Dann kommt auch noch eine geheime Bruderschaft, die Böses plant, entführte und misshandelte Prostituierte, eine beste Freundin, die mal eine Bordellwirtin war, ein süchtiger Bruder und das Ende des Buches versüßen dann noch die Schwester und der Schwager von Benedict.

Dann gibt es ein schnelles Happy End und alles soll gut sein. Na ja, ich weiß nicht. So wirklich hat mir das Buch nicht gefallen. Ich fand das Buch sehr anstrengend und langweilig. Es war kein wirkliches Lesevergnügen. Ich zwang mich meist dazu weiterzulesen.

Infos zum Buch

„Im Sog der Sinnlichkeit“ von Anne Stuart erschien im Cora Verlag Historical Special Band 50. Das Buch ist der 4. Teil der House of Rohan Buchserie von Anne Stuart. Die anderen Teile sind ebenfalls im Cora Verlag erschienen und handeln über die Großeltern, Eltern und der Schwester Miranda von Benedict. Es sollte eigentlich auch noch einen weiteren Teil über den Bruder Brendon geben, aber dazu habe ich nichts gefunden.

Die einzelnen Bänder

1. Paris – Stadt der Sünde (Francis & Elenor)
2. Das Ende der Keuschheit (Adrian & Charlotte)
3. Zeit der Hingabe (Miranda & Lucien)
4. Im Sog der Sinnlichkeit (Benedict & Melisande)

Buchcover © Cora Verlag

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