Rezension: Jane Feather – Geliebter Schuft

„Geliebter Schuft“ von Jane Feather ist der erste Teil der Duncan Sisters. Es beginnt mit der resoluten Frauenrechtlerin Constance, die auf ihr Gegenpol Max Ensor trifft.

Der Inhalt

Constance und ihre Schwestern habe kein einfaches Leben. Nach dem Tod ihrer Mutter neigt der Vater dazu über seinen finanziellen Mittel zu leben. Daher ist ein Sparkurs angesagt und die Schwestern nutzen die Zeitung der verstorbenen Mutter „The Mayfair Lady“ um wieder Einnahmen einzuspielen. Bereits die Mutter der drei war eine Anhängerin der Frauenbewegung und verfasste immer wieder Artikel zu dem Thema. Auch die Schwestern sind Anhängerin und machen weiter mit der Tradition, doch keine der Drei ist so eine Fanatikerin wie Constance. Ihr Ziel ist das Wahlrecht für weibliche Steuerzahlerinnen.

Eines Tages trifft sie eher durch Zufall auf Max Ensor, der ein Politiker ist. Constance wittert ihre Chance ihn für ihre Ziele zu benutzen und auch Max, der irgendwie den Verdacht hat, dass Constance irgendwas mit der Zeitung zu tun hat, die für so viel Unruhen sorgt, denkt sich, dass ist die Chance um mehr über die Frauenbewegung und ihre Pläne zu erfahren.

So spielen beide ein sehr gewagtes Spiel, und kommen sich doch schon bald sehr nahe. Bis der Verrat fast ihre Liebe zerstört.

Meine Meinung

Die Duncan Schwestern sind sehr eigensinnig und sehr revolutonär. Sie halten sich an fast keine gesellschaftlichen Geflogenheiten bzw. nicht so strikt und sind sehr eigenständig. Die Zeitung gibt ihnen die Chance ihre Individulit und ihre Ansichten auszuleben. So entwickeln sie die Kriterien ihrer Zeitung immer weiter. Sie entscheiden auch eine Kontaktseite einzupflegen, eine Sorgenseite, für Ratschläge und dann natürlich auch den aktuellen Klatsch der Saison wiederzugeben. Schon bald sieht sich das Schwesterntrio neuen Schwierigkeiten entgegen: Eine Gouvernante in Not, ein einsamer Herr, der eine Partnerin sucht, ihr etwas realitätsfremder Vater, der immer wieder die totale Verschuldung der Familie riskiert, und natürlich ist da noch Max, der Constance den Kopf verdreht.

Jane Feahter, so finde ich, schreibt sehr sachlich. Ihre Romane sind keinesfalls leichte Lektüre sondern befassen sich in den meisten Fällen mit Themen, die gut recherchiert sind. Ihre Plots sind immer sehr interessant und einzigartig.

Zudem handelt „Gelieber Schuft“ Anfang des 20. Jahrhunderts. Die drei Frauen haben schon ganz andere Ansichten von ihrem Leben. Das Buch ist schon etwas modern geschrieben mit modernen Ansichten und Veranschaulichungen. Auch finde ich, dass in Jane Feathers Büchern die sexuelle Anspannung zwischen den Protas nicht immer das Treibmittel ist, die Protas lernen sich gut kennen, es fliegen die Funken, man bekommt Einblicke in die Persönlichkeiten und dann kommt Sex – aber es spielt eine Nebensache.

Die drei Schwestern sind ca. Mitte, Ende 20 Jahre. Sie sind keine unschuldigen Lämmchen sondern wissen was sie wollen.  „Geliebter Schuft“ ist sehr unterhaltsam und daher empfehle ich es gerne für anspruchsvolle Leser weiter.

Infos zum Buch

„Geliebter Schuft“ ist der erste Teil der Duncan Sisters von Jane Feather. Das zweite Band „Die perfekte Braut“ geht es um Prudence und um einen sehr ehrgeizigen Anwalt, im dritten Teil „Im Bann der Herzen“ findet auch die einfühlsame Charity jemanden :)

  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • ISBN-10: 3442361656
  • ISBN-13: 978-3442361656
  • Originaltitel: Bachelor List

Die einzelnen Bänder in Übersicht

  1. Geliebter Schuft (Constance & Max)
  2. Die perfekte Braut (Prudence & Gideon)
  3. Im Bann der Herzen (Charity & Douglas)

 Buchcover © Blanvalet Taschenbuch Verlag

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