Rezension: Mary Balogh – Herz aus Stein

„Herz aus Stein“ ist mir beim Sortieren meiner Bücher in die Hände gefallen. Der Titel versprach echt ein super gutes Buch. Auch der Klappentext begeisterte mich, also machte ich mich daran das Buch zu lesen.

Anna, die Älteste der Marlowe-Geschwister, verliert erst die Mutter an Schwindsucht, die sie pflegte. Danach auch den Vater, der verschuldet seine Kinder zurück lässt, nachdem er vom Balkon stürzte. Nach dieser Zeit kümmert sich Anna um ihre Geschwister und mit 25 Jahren bekommt die „junge Dame“ endlich die Chance auf eine Saison in London. Das Ziel, ihrer Schwester Agnes einen Mann zu besorgen.

Lucas, der Protagonist, muss nach England zurück. Sein ältester Bruder starb und die Verpflichtung ruft. Gut, dass er Anna begegnet und die Dame ehelichen kann.

Beide haben eine sehr traurige Vergangenheit, das gebe ich zu. Anna wird noch immer von einem Wahnsinnigen gepeinigt, und das wenige Vertrauen, das sie in Lucas hat lässt es nicht zu, dass sie ihm alles gesteht. So beginnt die junge Ehe der Leute mit einigen Missverständnissen und Geheimnissen.

Ansich eine schöne Hintergrundgeschichte, doch die Autorin hat mir gehörig die Laune auf das Lesen verdorben. Ich kann nicht sagen, ob es an der Übersetzung liegt oder ob das Buch auch im Original so ist, aber der Schreibstil trieb mich manchmal zum Wahnsinn. Die Autorin neigt dazu Lucas als „der Gentleman“, „der junge Herzog“, „der junge Mann“ und das wiederholt zu beschreiben. Anstatt „Anna“ zu schreiben, wird daraus, „die junge Dame“, später mehrfach „die junge Herzogin“ und das nervt wenn jeder Satz diese Ansprache hat.

Dann ist Lucas angeblich durch seine Vergangenheit ein harter Mann geworden. Diesen Umstand wollte die Autorin um jeden Preis hervorbringen, so das manchmal mir echt lächerliche Szenen geboten wurden. Lucas kam mir eher wie ein verzogener Bengel vor, der selbst nicht wusste, wie er sich verhalten sollte. Anna soll unschuldig und eine Landpomeranze sein, die dann doch weiß wie man flirtet und Lucas doch immer so unschuldig und strahlend anlächelt.

Auch ist es alles zu viel. Die Verwandten der Liebenden und alles drum herum wird sehr detailiert beschrieben, dabei könnte die Geschichte so gut werden, also habe ich es bei 1/4 des Buches aufgegeben. Ich habe dann nur noch alles übersprungen um die Geschichte zu verfolgen und am Ende zu wissen, okay, so geht es aus.

Also, für mich ist das Buch nichts. Man kann es sicherlich lesen, aber mir war die Zeit einfach zu kostbar, daher hab ich es zur Seite gelegt und mich einem anderen gewidmet.

 Buchcover © Cora Verlag

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