Hosenbandorden

Wenn ich „Hosenbandorden“ lese, dann denke ich meist an einen vergnüglichen Orden, der durch einen Streich oder ein Missgeschick passiert ist und sich so die Jahrhunderte durch erhalten hat. Allerdings ist der Hosenbandorden so gar nicht vergnüglich, sondern eher ein Zusammenschluss exklusiver Mitglieder und ein sehr angesehener Orden der Engländer, die sich an einem Montag im Juni jeden Jahres treffen und eine strengen Tagesablauf verfolgen.

Ins Leben gerufen wurde der Hosenbandorden von Eduard III. im Jahr 1348. Er soll der legänderen Tafelrunde Artus nachgeeifert haben und hatte den Sinn, die wichtigesten Ritter des englischen Königreichs näher an sich zu binden.

Woher der Name für den Orden stammt ist unbekannt. Es gibt aber mehrere Legenden dazu.

EIne Geschichte dazu ist, dass bei einem Tanz mit König Edward, dessen Geliebte ihr blaues Knieband verloren haben soll. In folge dessen, wollte der König die peinliche Situation entschärfen, hob es auf und band es an sein eigenes Bein und sprach: „Honi soit qui mal y pense“ (ein Schelm, wer Böses dabei denkt), was auch das Motto des Orden ist.

Die andere Version ist, dass er seine Geliebte mit dem Mantel vor den Schaulustigen abschirmte, so dass sie sich das Band wieder festbinden konnte. Während dessen soll er hier zu den Anwesenden gesprochen haben: „Böses dem, der Böses denkt!“ Diese Geschichte spiegelt den König in einem neuen Licht, sie zeigt seine Ritterlichkeit und sein Pflichtgefühl, Menschen, die in Not geraten zu helfen.

Allerdings geht man davon aus, dass sich das Motto eher auf Edwars Anspruch auf den französischen Thron bezogen hat.

Die Mitglieder des Orden versammeln sich jedes Jahr an einem Montag im Juni in Windsor Castle. Das Spektakel ist privat und nicht öffentlich zugänglich. Die Mitglieder essen zusammen und begeben sich dann in einer Prozesion zur Kapelle. Dort wird gebetet und die neuen Mitglieder des Ordens in den Orden aufgenommen. Auch Frauen werden in den Orden aufgenommen.

Mehr zu dem Thema kann man auf Wikipedia nachlesen.

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