Mode: Das Korsett

Das Koresett wurde eng am Körper unter der Wäsche getragen und je nach Mode geschnürrt. Sinn des Korsetts war es, den Körper entsprechend der damaligen Mode zu formen, daher änderte sich auch immer die Form. Auch gab es verschiedene Versteifungsmethoden. Früher wurde das Korstett als steifes Mieder, Leibstückern, Schnürleibern oder Schnürbrüsten bezeichnet. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Korsetts mit Fischbein versteift. Zwar gab es bereits im späten 19. Jahrhundert schon Federstahlband, Stahlspiralen und Horn für Korsettstäbe, aber man griff immer auf Fischbein zurück.

Die Geschichte des Korsetts

Erste Aufzeichnungen werden auf etwa 1530 datiert, da man davon ausgeht, dass eine Körperform der damaligen Mode ohne ein Korsett nicht möglich ist. Das Aussehen: Flachgedrückte Bust, kegelförmiger Oberkörper. Das älteste Korsett das gefunden wurde stammt aus dem Jahr 1562 und wurde mit Rohr verstärkt.

Im 16. Jahrhundert waren die Spanier die Modevorreiter und die damalige Mode war es die Brust flachzudrücken und den Oberkörper zu einem Kegel zu formen. Etwa 1640 wurde dann zwar der Oberkörper flachgedrückt aber die Brust hochgeschoben. Diese Form war bis zur französischen Revolution üblich.

Datei:Woman's corset figured silk 1730-1740.jpg
Korsett Frankreich 1730-1740

Zu Zeiten der Revolutions- und Empiremode wurden die Korsetts nicht mehr genutzt. Erst wieder 1840 wurden sie wieder zum Trend. Allerdings trugen in der Zeit des Dandytums (1820-1850) Männer Korsetts. 1828 verwendete man metallene Schnürrösen und 1829 gab es die ersten Korsetts mit Vorderverschluss, ausgestattet mit Haken und Ösen (Planchet).

Ab 1840 bis 1870 wurde es Trend den Körper nach einer Sanduhr zu formen, sprich sehr große Oberweite, kleine Taille und große Hüfte. Ab 1870 wurde das Korsett länger und formten den Bauch und auch die Hüfte gleich mit. Früher war es so, dass der Bauch unter dem Korsett rausgedrückt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts legte man sehr viel Wert auf eine kleine Taillenweite.

https://i0.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8e/1890korsettmJ.jpg
Montage zur Illustration des 1890 hauptsächlich verwendeten Korsetttyps, das Sanduhrkorsett. Typisch für diesen Korsetttyp ist die sehr schmale Taille und die ausladende Hüft und Brustpartie.

Das S-Korsett wurde etwa gegen 1900 entwickelt und drückte die Brust raus und den Bauch rein, so dass eine unnatürliche Körperhaltung die Folge war. Dieses Korsett wurde etwa 1910 durch das Unterbrustkorsett abgelöst. Durch die Frauenbewegung und die zunehmende Berufstätigkeit der Frauen, als Folge des Ersten Weltkrieges, kamen die Korsetts komplett aus der Mode. Angesagt waren die Hüfthalter.

Datei:Corset en coutil noir ou creme.gif
Coutil-Korsett, Paris, 1905

Der heutige Gebrauch

Heute wird das Korsett sehr gern als erotischer Fetisch getragen, in diversen Szenen ist das Korsett sehr beliebt (BDSM). Aber auch aus gesundheitlichen Gründen wird gerne auf das Korsett zurückgegriffen. Sehr beliebt ist das Korsett auch in der Gothicszene. Auch ist das Korsett ab 1990 Jahren nicht mehr nur als Unterwäsche tragbar, sondern auch als Oberteil. Korsetts, die nicht zu eng und steif sind, werden auch Korsellets bezeichnet.

Wer schön sein will, muss leiden

Auch früher schon warnten Ärzte vor den Korsett, da man bei zu frühen Schnürren den Knochenbau verfohrmt, die inneren Orgnane beschädigt und verlagert werden (nur bei übermäßigen Gebrauch!). Ob das wirklich der Fall ist/ war ist nicht belegt. Allerdings fanden die ärztlichen Warnungen kein Gehör. Die Mädchen wurden bereits im Alter von 12 – 14 Jahren geschnürrt. allerdings gab es auch Fälle das Kleinkinder schon in gesteifte Mieder gesteckt wurden. Dass das Skelett sich dabei verformt wurde nicht nur gebilligt sogar mehr als gewünscht.

Im 19. Jahrundert wurden allerdings den schädlichen Auswirkungen des Korsetts mehr Beachtung geschenkt, vor allem durch die Frauenbewegung. Man versuchte das Korsett zu verändern und entwickelte Frauenkleider, die bis 1910 sackartig war. Man nahm anscheinend an, dass ein schöner Körper ohne Korsett nicht möglich war (z. B. Bloomer-Kostüm). Modedesigner wie Art Déco, Paul Poiret und Gabrielle „Coco“ Chanel entwickelten etwa 1912 Kleider, die auch ohne Korsett eine schöne Form machten.

Auch gab es ab Ende des 19. Jahrhunderts auch Reform- und Gesundheitskorstetts. Diese bestanden aus dehnbaren Stäben oder waren komplett aus dehnbaren Gummifäden verarbeitet. Frauenzeitschriften der damaligen Zeit veröffentlichten Anleitungen um die üblichen Korsetts zu verändert, so zum Beispiel wurden Korsettstäbe und die unförmigen Ösen entfernt.

Quelle: Wikipedia

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2 Gedanken zu “Mode: Das Korsett

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