Frisuren im Laufe der Zeit

Anmerkung: Eigentlich sollte das ein kleiner Blogbeitrag zu den verschiedenen Accesoires werden, die die Damen damals benutzten um ihr Haar zu verschönern. Allerdings bin ich bei meiner Suche immer wieder auf tolle Seiten gestoßen, die über die Frisurentwicklung berichteten. Und so fing ich an zu schreiben. Das Ende vom Lied: Ich hab einen Artikel über die Frisuren geschrieben.

Als Männer noch Jäger und Sammler waren, belegen Funde, dass auch damals schon vor knapp 200k Jahren Menschen bereits an ihrem Haar interessiert waren.

Bujao, befestigt an einer Haarnadel, so das sie sich bei jedem Schritt bewegt. Aus Gold, Perlen und Jade.

Zu Zeiten der Summerer, der Wiege der Zivilisation, den Erfinder der Wirtschaft, der Uhr und Geometrie, war es üblich, dass Frauen ihre Haare zu Knoten trugen. Auch nimmt man an, dass die meisten der Menschen schwarzhaarig waren und adelige Frauen ihre Haare blond färbten. Die Männer rasierten sich komplett, sowohl Kopf als auch Bart. Allerdings wurde es bald zur Mode ihre Bärte rechteckig zu rasieren. Die Frauen dagegen trugen lange Haare und steckten sich gut duftende Päckchen drunter. Bereits zu Zeit der Babyloner verwendeten Frauen Henna. Allerdings waren die Meister der Frisuren die Chinesen. Sie sind die älteste Zivilisation und seit jeher entscheidet ihre Frisur über Stand und Privilegien. Auch symbolisierte die Frisur den jeweiligen Familienstand der Frau. So trugen ledige Frauen und Mädchen Zöpfe, verheiratete Frauen Knoten und Witwen, die wohl kein Interesse mehr daran hatten zu heiraten, rasierten sich einfach den Kopf kahl. Die Chinesen benutzen diversen Kopfschmuck, von Haarnadeln, Blumen, bis hin zu beweglichen Anhängern, die ihr Haar verschönerten, siehe Bild rechts.

Die Ägypter bevorzugten unterschiedliche Haartrends. So konnten sowohl Frauen als auch Männer glattrasiert sein, oder trugen ihre Haare schulterlang. Je nach Wunsch und Status. Aber auch damals benutzten bereits Männer Perücken oder Haarverlängerungen. Griechen als auch Römer trugen wenig Perücken oder Haarverlängerungen sondern schnitten ihre Haare kurz und frisierten sie lockig. Bereits zu dieser Zeit wurden Haarbänder oder Kränze benutzt.

attika griechenland
Griechische Frauenfrisur

Die Griechen waren schließlich das Volk, das seine Trends in unsere uns bekannte Welt brachte. Männer bevorzugten ihr natürliches Haar, trugen es lang und Frauen ebenfalls offen. Waren sie verheiratet trugen sie ihre Haare zu Zöpfen. Arme Menschen dagegen hatte überhaupt keine Haare und die Reichen schmückten und parfürmierten diese. Später wurden die Haare offen getragen und durch Bänder oder Diademe gehalten. Zur Zeit Alexander des Großen waren die Frauenfrisuren wieder verändert. Sie wurden hochgesteckt und waren gelockt. Auch andere Fristuren waren üblich: Haarknoten, Zöpfe, Ponys. Sie pflegten ihre Haare auch mit verschiedenen Tinkturen und Salben und waren auch stets bemüht, dass ihre Haare gut rochen.

Nach dem Fall des Römischen Reichs, trugen die Männer lange Haare und Bärte. So gab es die Könige der Merowingischen Dynasite. Wer die längsten Haare hatte, regierte. Wollte man nicht, dass sein Sohn Thronfolger wird, schnitt man ihm die Haare und wollte man ihn komplett loshaben, rasierte man ihn und steckte ihn in die Kirche.

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Karl der Große

Mit Karl des Großen began man wieder sein Haar zu schneiden und zu pflegen. Im 10. Jahrhundert hatte die Kirche was dagegen, dass Männer Bärte trugen, so rasierten sich die Männer und Frauen trugen Schleier. Bis zum 15. Jahrhundert trugen die Männer ihre Haare kurz und auch waren ihre Gesichter glattrasiert. Dagegen war es bei den Normannen sehr wichtig, Bärte zu haben. Das unterschied sie zwischen Männern und Jungen.

Die Winsbekin aus dem Codex Manesse
Die Frau links trägt ein Gebende, ein Zeichen, dass sie verheiratet ist.
Frauen im Frühmittelalter

Bei den Frauen dagegen war es anders. Frauen trugen ab dem 5. bis zum 11. Jahrhundert ihre Haare sehr lang. Meist bis zu den Knien, die an den Seiten geflechtet und festgesteckt wurden. Oder man trug sie als Knoten am Hinterkopf. Auch war es wichtig, dass die Stirn freiblieb. Manche Frauen rasierten sich so die Haare an der Stirn weg, um sie mit Bumen, Haarbändern und anderem Schmuck zu schmücken. Es wurde nur die Stirn geschmückt, nie das Haar selber. Da die Kirche ihre Haare erotisch fand, bedeckten verheiratete Frauen ihre Haare stets mit Schleier. Bis weit ins 15. Jahrhundert war es für alle Frauen Pflicht geworden ihre Haare hinter Schleiern oder Hüten zu verstecken. Dazwischen gab es eine kurze Zeit wo sie ihre Haare auch wieder offen zeigten, allerdings nicht lange.

In der Renaissance trauten sich die Frauen wieder ihre Haare zu zeigen. Der kirchliche Druck wurde geringer und Frauen neigten dazu, immer noch ihre Stirn zu zeigen. So trug zum Beispiel Elisabeth I. ihre Haare sehr hochgesteckt. Wogegen Mary Stuart ihre Haare auf einem Gestell in Herzform um das Gesicht arrangieren ließ. Haare wurden auch wieder geschmückt mit Edelsteinen und Bändern. Wogegen Männer selbst entscheiden konnten ob sie ihre Haare kurz, lang, mit Bart oder ohne Bart trugen. Später trugen sie diese allerdings wegen dem damaligen französischen Königs kurz und auch die Bärte wurden kurz getragen. Erst der Sonnenkönig machte die langen lockigen Haare modern. Als er seine Haare anfing zu verlieren, trug er Perücken, was sich auf die Mode des 17. Jahrhunderts auswirkte. Bis dahin trugen die Frauen noch ihre natürlichen Haare frisiert zu einer Frisur. Anfang des 17. Jahrhunderts war es die Fontange, kurz danach war der Scharfskopf in. Um 1770 wurde das Perücketragen auch bei den Frauen populär. Die Perücke sagte aus, wer aus welcher Schicht kam. So war die Qualität und Farbe sehr entscheidend. Auch wurden diese immer höher und reich beschmückt. Während die Männer ihre Parücken in weiß trugen, trugen Farben pastellfarbene Parücken (rosa, violet oder blau).

Als es dann zur französischen Revolution kam, war mit der Eleganz des 18. Jahrhunderts schluss. Je einfacher um so besser hieß es, sowohl bei Mann als auch bei Frau. Anfang des 19. Jahrhundert trug man seine Haare „frei“, so war es bei Männern üblich. Es war der windzersauste Look in und Bärte und Schnurrbärte wurden kaum gesichtet. Es kam die Zeit, wo man den Griechen nacheiferte. So hatten auch die Frauen sehr einfache klassiche Frisuren. Locken an der Stirn und hinter den Ohren, der Rest aufgesteckt. Das Ganze mit Bändern oder Diademen gehalten. Einige Jahre später bediente man sich der „Jane Austen Frisur“. Um 1840 wurden die Frisuren wieder komplexer und die Männer fingen an wieder Bärte und Schnurrbärte zu tragen. Zudem kamen während dem Vitorianischen Zeitalter die Kotletten in Mode.

Die Haare wurden als Haarknoten am Kopf getragen oder auch zu Locken friesiert, die dann zur Seite fielen. Man schmückte diese mit Kämmen, Blumen, Blättern, Perlen oder Diamantbändern. Haarknoten wurden dann wieder in, die Locken erst später wieder. Um 1860 trugen die Damen nachts Lockenwickler um schöne Locken am Tag zu haben. Erst 1872 wurde der Lockenstab erfunden. Nach dessen Erfinder wurde die Frisur die Marcel-Welle genannt. Um 1880 wurde der Pompadour sehr beliebt. So steckten sich die Frauen die Haare auf die Kopfmitte und ließen Haarsträhnen rausfallen. Später wurde dann das „Gibson Mädchen“ sehr beliebt.

Quelle: http://thehistoryofthehairsworld.com

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