Handlungsort: Almack’s Assembly Rooms

Vom Almack’s Assembly Rooms liest man wohl am häufigstens in historischen Liebesromanen. Kein Wunder, das Almack’s galt seinerzeit als der Gesellschaftsclub schlecht hin um einen Ehemann oder Ehefrau zu finden. Zudem hatten die Ladys, die dem Club vorstanden unendlich viel Macht und Einfluß in der englischen Society. Jeder, der eine Eintrittkarte ergattert hatte, war ein exclusives Mitglied der Londoner High Society.

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Das Gebäude

Die Geschichte

Am 20. Februar 1765 wurde das Almack’s in der King Street, im Bezirk St. James, in London, eröffnet. Er hatte anfangs den Namen „Brook’s“ und Frauen sowie Männer hatten Zugang. So schlugen z. B. Männer Frauen vor und wählten diese. Auch Frauen konnten Männer vorschlagen und wählen. Zu dieser Zeit war der Club als Casino bekannt und war jeden Tag geöffnet. Allerdinges hatte er einen schlechten Ruf, da Frauen dort am Glücksspiel teilnahmen. Konkurrenten des Clubs waren The Pantheon oder das Ranelagh Gardens.

Der Besitzer des Clubs, William Almack, hatte davor das Almack’s Coffe House an der Pall Mall, in dem dann später der Herrenclub Brook’s entstand.

Erst ab 1770 entstand der Almack’s so wie wir es aus den Büchern kennen. Das Glücksspiel wurde eingeschränkt und der Club wurde ein Treffpunkt für die Londoner High Society. Die Mitgliedschaft in dem Club wurde von einem Komitee von Frauen, die auch Lady Patronesses of Almack’s genannt wurden, bestimmt.

1871 wurde der Club nach seinem neuen Besiter Willi’s Rooms unbenannt. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebäude bombadiert und anstelle der exklusiven Räume ist dort heute ein Bürohaus.

Ein vergnüglicher Abend

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Die erste Quadrille im Allmack’s

Wöchentlich fanden am Mittwochabend exklusive Bälle statt, bei dem man Gleichgesinnte und eventuell eine neue Gattin oder Gatten finden konnte. Der Spielbetrieb wurde komplett abgeschafft. Um zu sehen und gesehen zu werden, war eine Mitgliedschaft im Almacks notwendig. So traf man sich, um zu reden oder um mit seinem hohen Rang anzugeben. Zu mancher Zeit war es für Debütantinnen sogar wichtiger, eine Eintrittskarte für den Club zu bekommen, als sich beim Hofe vorzustellen.

Es wurden Tänze wie der Reel, die Quadrille und auch später der Walzer getanzt. Allerdings durften Debütantinnen den Tanz erst nach Zustimmung der Patronessen tanzen. Anders als auf normalen Bällen, die in den Residenzen des Adels stattfanden, wurden hier nur Snacks und Limonade serviert. Es gab kein Alkohol. Die Herren kamen nur in den Club, wenn sie Kniehosen trugen. Der Einlass wurde um 23 Uhr beendet. Wer nicht pünktlich war, hatte Pech.

Eintritt in eine exklusive Welt

Über eine Mitgliedschaft entschied immer ein Komitee von High Socity Ladys. Die Damen waren von Rang und Achtung und genoßen sehr viel Einfluß. Diese setzen sich jeden Montag in der Ballsaison von April bis August zusammen und entschieden wer in den Club darf oder wer nicht mehr rein kommt. Es spielte sich so ab, dass eine Patroness die Zustimmung für den Einlass erteilte. Danach durfte man eine Eintrittskarte für 10 Guinees kaufen, die nicht übertragbar war. Wer sich daneben benahm, dem wurde seine Karte abgenommen und konnte für denjenigen und seine Familie die soziale Verachtung sowie den absoluten Niedergang bedeuten. Die „The Great Metropolis“ schrieb 1837:

„Die elegante Welt ist an Händen und Füßen von diesem halben Dutzend schöner Tyranninnen in Kingstreet, St. James’s, gefesselt. Das Konklave, das an jedem Montag während der Saison um einen runden Tisch mit rotem Tischtuch tagt, hat die Macht, durch seine Entscheidung ganze Familien zu machen oder zu vernichten. Es kann durch den bloßen Umstand, ob die Eintrittskarte zu Almack’s gewährt oder versagt wird, die Türen zur eleganten Welt öffnen oder schließen.“

Allerding war Geld und Rang nicht der alleinige Grund, um zum Allmack’s zugelassen zu werden. Auch Erziehung und Benehmen waren sehr wichtig. Diese strengen Regeln waren bis Mitte der 1820 Jahre üblich.

Wer in alten Zeiten stöbern möchte, kann sich mal die digitalisierte Ausgabe der „Münchner Biene“ durchlesen. Dort berichtet man ausführlich über das Allmack’s.

Quelle: Wikipedia

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